Eskalation nach dem Hamburger Derby: Vuskovic und St.-Pauli-Fans aneinandergeraten
Theo MayerHSV-Trainer versteht Vuskovics Ärger nach Derby - Eskalation nach dem Hamburger Derby: Vuskovic und St.-Pauli-Fans aneinandergeraten
Das 113. Hamburger Stadtderby zwischen dem FC St. Pauli und dem Hamburger SV endete torlos. Nach dem Spiel kam es zu Spannungen, als HSVs Luka Vuskovic mit gegnerischen Spielern aneinandergeriet. Das 0:0 wurde von Vorfällen abseits des Platzes überschattet, an denen der junge Verteidiger und Fans des FC St. Pauli beteiligt waren.
Das Spiel selbst bot nur wenige klare Torchancen, wobei Vuskovic in der 54. Minute mit einem Kopfball knapp scheiterte. Der 18-Jährige gehörte über die gesamte Spielzeit zu den aktivsten Akteuren des Hamburger SV.
Nach dem Schlusspfiff reagierte Vuskovic wütend auf Gesänge der St.-Pauli-Anhänger. Berichten zufolge hatten diese seinen gesperrten Bruder Mario Vuskovic beleidigt. Der Teenager forderte mit einer Geste Ruhe, spuckte anschließend im Spielertunnel aus und löste damit eine Auseinandersetzung mit Spielern des FC St. Pauli aus. HSV-Trainer Merlin Polzin verteidigte später das Verhalten seines Schützlings und verwies auf die emotionale Belastung durch die Situation seines Bruders sowie die Provokationen aus dem Fanblock. Polzin mahnte beide Vereine zu einem sensiblen und respektvollen Umgang mit solchen Vorfällen.
Unterdessen sah sich FC-St.-Pauli-Trainer Alexander Blessin mit Fragen zu seiner eigenen Zukunft konfrontiert. Nach dem Remis äußerte er sich zu Gerüchten über einen möglichen Wechsel zu Eintracht Frankfurt.
Während das Derby sportlich unentschieden endete, bestimmte die Diskussion um Vuskovics Verhalten die Nachspielzeit. HSVs Coach forderte Verständnis, während St. Paulis Trainer mit separaten Fragen zu seiner Karriere beschäftigt war. Der Vorfall fügte der Rivalität zwischen den beiden Hamburger Clubs eine weitere Facette hinzu.






