Erfurt verhandelt mit Ex-Mitarbeiter über sechsstelligen Vergleich nach strittiger Kündigung
Clara HartmannErfurt verhandelt mit Ex-Mitarbeiter über sechsstelligen Vergleich nach strittiger Kündigung
Die Stadt Erfurt und der ehemalige Mitarbeiter Guy Montavon verhandeln derzeit über einen möglichen außergerichtlichen Vergleich. Montavon war vor mehr als zwei Jahren fristlos entlassen worden, was einen Rechtsstreit auslöste, der nun möglicherweise beigelegt werden könnte. Beide Seiten haben nach einem Schlichtungsverfahren Mitte März über eine finanzielle Einigung gesprochen.
Die ursprüngliche Entlassung Montavons basierte auf Vorwürfen wegen Machtmissbrauchs und sexueller Fehlverhalten, die jedoch nie gerichtlich bewiesen wurden. Später änderte die Stadt ihre Begründung und nannte finanzielle Vergehen als Grund für seine Entlassung.
Ein Vergleich könnte dazu führen, dass Montavon seine Klage auf Wiedereinstellung fallen lässt. Die vorgeschlagene Summe liegt im mittleren sechsstelligen Bereich und soll vor allem die ausstehenden Gehaltszahlungen seit seiner Entlassung abdecken. Allerdings sind die Verhandlungen ins Stocken geraten – eine zusätzliche Forderung Montavons habe Stadtvertreter offenbar verärgert.
Falls eine Einigung zustande kommt, könnte der Vergleich bis Mai formalisiert werden. Scheitern die Gespräche, wird der Fall im September vor dem Erfurter Arbeitsgericht weiterverhandelt.
Der Streit dreht sich nun darum, ob beide Seiten die Bedingungen vor der Frist finalisieren können. Ein Vergleich würde den Rechtsstreit beenden, während eine Nichteinigung den Fall zurück vor Gericht bringen würde. Das Ergebnis wird entscheiden, ob Montavon eine Entschädigung erhält oder seinen Kampf um die Wiedereinstellung fortsetzt.






