Equal Pay Day 2026: Warum Frauen in Greifswald am 27. Februar für Lohngerechtigkeit kämpfen
Jonas HofmannEqual Pay Day 2026: Warum Frauen in Greifswald am 27. Februar für Lohngerechtigkeit kämpfen
Equal Pay Day 2026: Greifswald macht am 27. Februar auf Lohnungleichheit aufmerksam
Die Kampagne zum Equal Pay Day 2026 findet am 27. Februar in Greifswald statt. Im Mittelpunkt steht die anhaltende Lohnlücke zwischen Männern und Frauen: In Deutschland verdienen Frauen im Schnitt 16 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Ein Bündnis aus Organisationen ruft zu einer öffentlichen Veranstaltung auf, um auf das Problem hinzuweisen und die Debatte anzuregen.
Das Datum, der 27. Februar, symbolisiert, wie lange Frauen im neuen Jahr arbeiten müssen, um das gleiche Gehalt zu erreichen, das Männer bereits im Vorjahr erzielt haben. 2024 entsprach diese Differenz 58 Tagen unbezahlter Arbeit für Frauen. Zwar hat sich die Lücke leicht verringert – von 21 auf 16 Prozent in den letzten Jahren –, doch der Fortschritt bleibt zäh. Selbst wenn Faktoren wie Berufswahl oder Teilzeitarbeit berücksichtigt werden, bleibt eine Lohnlücke von 7 Prozent bestehen.
Das Bündnis Equal Pay Day MV, zu dem der Landesfrauenrat Mecklenburg-Vorpommern, DGB Nord und das FrauenBildungsNetz MV gehören, lädt zu einer kostenlosen Veranstaltung in der STRAZE ein. Ab 16:30 Uhr erwarten die Besucherinnen und Besucher Musik, kulturelle Beiträge und Diskussionen. Vor Ort werden Spenden für weitere Initiativen gesammelt.
Die Lohnungleichheit betrifft Frauen in allen Karrierephasen – vom Berufseinstieg bis zur Rente. Teilzeitarbeit, unbezahlte Care-Arbeit und die Segregation in typischen "Frauenberufen" verstärken die Diskrepanz. Studien zufolge könnte es bei der aktuellen Entwicklungsgeschwindigkeit über 165 Jahre dauern, bis in Deutschland vollständige Lohngerechtigkeit erreicht wird.
Die Kampagne 2026 in Greifswald will den Druck erhöhen, die geschlechtsspezifische Lohnlücke schneller zu schließen. Da Deutschlands 16-Prozent-Lücke über dem EU-Durchschnitt liegt, hoffen die Veranstalter, mit der Aktion politische Veränderungen anzustoßen. Durch freien Eintritt und öffentliche Beteiligung soll eine breite Gesellschaftsdebatte angeregt werden.
Equal Pay Day 2026 breitet sich deutschlandweit aus
Die Equal Pay Day 2026-Kampagne hat deutschlandweit an Fahrt gewonnen und wird in mehreren Städten koordiniert umgesetzt. Wichtige Entwicklungen sind:
- Eine Berliner Soirée am 26. Februar mit Reden der CDU-Politikerin Mareike Lotte Wulf und der BPW-Deutschland-Vertreter, die das politische Engagement betonten.
- Eine 'Pop the Gap'-Aktion auf dem Münchner Marienplatz mit Bürgermeister Dieter Reiter, bei der Performances die Lohnungleichheit thematisierten.
- Ein Online-Forum in Hessen am 27. Februar, das sich auf regionale Strategien zur Förderung des Berufsvorwärtskommens und der Lohnparität von Frauen konzentrierte.






