Ecovista muss Busflotte auf Hamburg-Berlin-Strecke dringend nachbessern
Theo MayerRail Replacement Service: DB Warnt Ecovista wegen Vertragsverletzung - Ecovista muss Busflotte auf Hamburg-Berlin-Strecke dringend nachbessern
Ecovista soll gesamte Busflotte auf der Hamburg-Berlin-Schienenersatzstrecke ersetzen
Das Unternehmen Ecovista steht vor dem kompletten Austausch seiner rund 200 Busse, die auf der Schienenersatzstrecke zwischen Hamburg und Berlin im Einsatz sind. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund massiver Kritik der Deutschen Bahn (DB), die dem Unternehmen vorwirft, vereinbarte Qualitätsstandards bei Fahrzeuggestaltung und Serviceleistungen für Fahrgäste nicht einzuhalten.
Die DB InfraGO warnte, dass rechtliche Schritte eingeleitet werden könnten, falls die Mängel nicht zeitnah behoben werden.
Die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin wird derzeit umfassend modernisiert, weshalb zuverlässige Ersatzbusverbindungen von zentraler Bedeutung sind. DB InfraGO und die Eisenbahnverkehrsunternehmen haben für diese Dienstleistungen strenge Vorgaben festgelegt – darunter eine einheitliche verkehrspurpurne Farbgebung, gut lesbare Außenanzeigen sowie moderne Fahrgastinformationssysteme.
Doch die von Ecovista geplante Flottenerneuerung entspricht diesen Anforderungen bisher nicht. Die DB kritisiert, dass das Unternehmen bei Fahrzeugdesign, Bordausstattung und Informationssystemen die vertraglich festgelegten Standards verfehlt. Gerd-Dietrich Bolte, Vorstandsmitglied der DB InfraGO, forderte Ecovista auf, die Busse unverzüglich an die vertraglichen Vorgaben anzupassen.
Streitpunkt ist, ob die neue Ecovista-Flotte das vereinbarte Serviceniveau gewährleisten kann. Die DB betont, dass die Einhaltung der Standards nicht verhandelbar sei, und deutet an, bei ausbleibenden Korrekturen juristische Konsequenzen zu ziehen.
Nun muss Ecovista seine Austauschpläne an die DB-Vorgaben anpassen. Davon hängt ab, ob Fahrgäste während der Bauarbeiten auf der Schienenstrecke durchgehend ein gleichbleibendes Angebot vorfinden. Bei weiterem Fehlverhalten droht dem Unternehmen ein noch stärkeres Eingreifen der Deutschen Bahn.






