15 April 2026, 18:10

Düngemittelpreise explodieren: Landwirte kämpfen mit Rekordkosten zur Aussaatzeit

Eine Landkarte der Vereinigten Staaten, die den Prozentsatz der Bauernmärkte zeigt, die SNAP-Gelder akzeptieren, nach Landkreis im Jahr 2013.

Düngemittelpreise explodieren: Landwirte kämpfen mit Rekordkosten zur Aussaatzeit

Düngemittelpreise in Deutschland steigen stark an – Landwirte unter Druck zur Aussaatzeit

In den vergangenen Monaten sind die Düngemittelpreise in Deutschland deutlich gestiegen und belasten die Landwirte zusätzlich in der wichtigen Frühjahraussaat. Der Preisschub folgt auf Lieferengpässe durch den Krieg im Nahen Osten und die anhaltende Blockade der Straße von Hormus.

Besonders stickstoffhaltige Dünger verzeichnen starke Preissprünge: Kalkammonsalpeter (KAS) kostet mittlerweile 440 Euro pro Tonne – ein Anstieg gegenüber 377 Euro im März. Ammonnitrat-Kalk (AHL) ist auf 413 Euro pro Tonne geklettert (Vormonat: 364 Euro). Den größten Preissprung verzeichnet granulierter Harnstoff, der mit 694 Euro pro Tonne nun deutlich teurer ist als noch vor Kurzem (damals: 553 Euro).

Die plötzliche Verteuerung trifft die Landwirte zu einem kritischen Zeitpunkt: Wintergetreide, das bereits im Boden ist, benötigt in der Wachstumsphase dringend Nährstoffe. Wer Vorräte angelegt hat, kommt besser über die Runde, doch Betrieben mit geringen Reserven drohen hohe Zusatzkosten. Ein Umstieg auf stickstoffeffiziente Kulturen wie Soja kommt für viele wegen feststehender Anbaupläne nicht infrage.

Um die Folgen der Preisschocks zu erfassen, wurde eine Umfrage gestartet, die zeigt, wie Landwirte mit den extremen Kostensteigerungen umgehen. Die Antworten können online über den bereitgestellten Link eingereicht werden.

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Die rasant gestiegenen Düngemittelkosten zwingen viele Betriebe, in der ohnehin arbeitsintensiven Aussaatphase ihre Budgets umzuschichten. Da keine kurzfristige Entlastung in Sicht ist, verschärft sich die finanzielle Belastung für einen ohnehin schon stark geforderten Agrarsektor.

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