21 February 2026, 12:18

"Dummer August"-Preis für mutigen Humor und karnevalistische Rebellion in Mainz verliehen

Ein Papier mit dem Titel "Carnivals Parisiens par Louis Morin", das farbenfrohe, detaillierte Entwürfe von Menschen in bunten Faschingskostümen und Masken zeigt.

"Dummer August"-Preis für mutigen Humor und karnevalistische Rebellion in Mainz verliehen

Erstmals vergeben: Ein Preis für Humor und Originalität in Mainz

Der neu geschaffene Dumme August-Preis ging in diesem Jahr an Martin Malcherek, einen linksgerichteten Stadtrat, der für seinen verspielt-unkonventionalen Stil bekannt ist. Die Verleihung fand im Rahmen der 100-Jahr-Feierlichkeiten der Mainzer Hofsänger statt, einer traditionsreichen Karnevalsgesellschaft.

Die Initiative für die Auszeichnung kam vom Verein Rettet das Römische unsere Website, der damit Persönlichkeiten ehren möchte, die Kreativität, Mut und kindliche Unschuld verkörpern. Dirk Loomans, Präsident des Karneval Club Kastel (KCK), überreichte den Preis. Er beschrieb den Dummen August als eine Figur, die Verletzlichkeit annimmt und durch Humor die Absurditäten der Welt entlarvt.

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Der Name Dumme August geht auf die römische Komödie zurück, wo die Figur des Stupidus den tollpatschigen, grimassenschneidenden Clown prägte. Antike Clowns waren vielseitig: Manche verspotteten die Mächtigen, andere erzählten derbe Witze, wieder andere dienten als Hofnarren. Doch obwohl der moderne Dumme August an diese Tradition anknüpft, gibt es keine direkte Verbindung zwischen dem heutigen Preis und der römischen Antike.

In seiner Dankesrede entwarf Malcherek das Bild eines Landes voller bunter Fahnen und Menschen in wilden Kostümen – eine Vision, die den Geist der Auszeichnung widerspiegelt: die Feier all jener, die mit Witz und Furchtlosigkeit Normen herausfordern.

Der Preis unterstreicht die anhaltende Bedeutung von Clowns als Wahrheitsverkünder und Narren in der Karnevalskultur. Malchereks Auszeichnung könnte der Beginn einer neuen Tradition sein, die mutige und humorvolle Stimmen ehrt. Gleichzeitig rückte die Veranstaltung das Jahrhundert-Erbe der Mainzer Hofsänger in den Fokus, die die Karnevalstraditionen lebendig halten.