Dresden–Prag: Bahnprojekt erreicht entscheidenden Meilenstein nach acht Jahren Planung
Luisa Hartmann"Endlich!": Kraushaar drängt auf Tempo bei Prag-Bahnlinie - Dresden–Prag: Bahnprojekt erreicht entscheidenden Meilenstein nach acht Jahren Planung
Die lang ersehnte Eisenbahnstrecke Dresden–Prag erreicht einen entscheidenden Meilenstein
Nach Jahren der Planung hat die seit langem geplante Bahnverbindung zwischen Dresden und Prag einen wichtigen Schritt nach vorn gemacht. Am 27. Februar 2026 reichte das Bundesverkehrsministerium die Projektdokumente zur Prüfung an den Bundestag ein. Die Strecke, die die Reisezeit auf nur eine Stunde verkürzen soll, befindet sich seit der ersten Planungsvereinbarung im August 2017 in Entwicklung – im Schnitt also bereits seit achteinhalb Jahren.
Die neue Bahntrasse soll die veraltete Strecke ersetzen, die derzeit für Verspätungen und Lärmbelastung in den angrenzenden Gemeinden sorgt. Kernstück des Ausbaus wird ein 30 Kilometer langer Tunnel durch das östliche Erzgebirge sein, der die Fahrten zwischen Dresden und Prag deutlich beschleunigen wird.
Sachsens Infrastrukturministerin Regina Kraushaar drängt auf eine zügige Genehmigung und warnt, dass Verzögerungen die EU-Fördergelder sowie die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Tschechien gefährden könnten. Zudem betonte sie die Notwendigkeit einer gesicherten Finanzierung im Bundeshaushalt, um das Projekt im Plan zu halten.
Beamte bezeichnen die Strecke als strategisch entscheidend, da sie Berlin, Prag und Wien verbindet. Ihre Fertigstellung würde den Verkehr entlasten, die Reisezeiten verkürzen und die Verkehrsanbindung in Mitteleuropa deutlich verbessern.
Nun liegt der nächste Schritt beim Bundestag. Bei einer Zustimmung könnte das Vorhaben mit EU-Unterstützung und in Partnerschaft mit Tschechien vorankommen. Die endgültige Entscheidung wird zeigen, ob die Vorteile der Strecke – schnellere Verbindungen, weniger Lärm und bessere Anbindung – Wirklichkeit werden.






