04 April 2026, 00:38

DOSB attackiert Deutsche Bahn wegen umstrittener Olympia-Werbekampagne mit Athleten

Ein runder Abzeichen mit dem Logo der Olympischen Spiele 1980 in Moskau, das zwei Läufer und den Text 'Olympische Spiele' darüber zeigt.

Olympia-Team ärgerlich über Deutsche Bahn-Kampagne: 'Nicht der richtige Weg' - DOSB attackiert Deutsche Bahn wegen umstrittener Olympia-Werbekampagne mit Athleten

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) liegt mit der Deutschen Bahn im Streit über eine umstrittene Werbekampagne für die Olympischen Winterspiele 2026. DOSB-Präsident Otto Fricke bezeichnete die Aktion "Probe-BahnCard Gold" des Bahnkonzerns als unfair und warf dem Unternehmen vor, Athleten für Profitzwecke auszunutzen, ohne im Gegenzug den Sport zu fördern. Die Auseinandersetzung spitzte sich zu, nachdem der DOSB eine offizielle Beschwerde einreichte, von der Deutschen Bahn jedoch keine Lösung erhielt.

Die Deutsche Bahn hatte ihre "Probe-BahnCard Gold" am 16. Januar eingeführt – eine Aktionskarte, die an Tagen, an denen deutsche Athleten bei den Olympischen Spielen Gold gewinnen, kostenlose Fernreisen ermöglicht. Die Karte war bereits ab 19,90 Euro erhältlich und konnte bis zum 5. Februar erworben werden. Für die Kampagne warben sieben ehemalige Olympioniken – darunter Sportler aus Bob, Biathlon, Skispringen und alpiner Skiabfahrt – in TV-Spots, digitalen Inhalten und Social-Media-Clips. Einige Szenen wurden in echten ICE-Zügen gedreht, während Sportaufnahmen künstlich mit KI generiert wurden.

Fricke verurteilte die Werbeaktion bei einer Pressekonferenz am 15. Februar in Cortina d'Ampezzo als "Guerilla-Marketing" und "schlichtweg schamlos". Er argumentierte, die Deutsche Bahn profitiere von den Olympischen Spielen, ohne selbst finanzielle Mittel in die Sportentwicklung zu investieren. Trotz der Nutzung von Athleten in der Werbung fehle es der Kampagne an Seriosität, so Fricke – sie sei "nicht die hohe Kunst" der Sponsorenpartnerschaft.

Der DOSB hatte bereits offiziell bei der Deutschen Bahn Beschwerde eingelegt, doch die Antwort des Unternehmens sei unbefriedigend geblieben. Fricke forderte den Bahnkonzern auf, seine Vorgehensweise zu überdenken und stattdessen in den Breitensport zu investieren.

Der Konflikt verdeutlicht die Spannungen zwischen kommerzieller Vermarktung und der Finanzierung des Sports. Während die Kampagne der Deutschen Bahn weiterläuft, pocht der DOSB darauf, dass Unternehmen, die vom olympischen Erfolg profitieren, ihrerseits finanzielle Unterstützung leisten. Frickes Kritik unterstreicht die anhaltende Debatte darüber, wie Unternehmenskooperationen den Sport nachhaltig fördern sollten.

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AKTUALISIERUNG

Deutsche Bahn responds to DOSB's Olympic campaign criticism

The dispute between the DOSB and Deutsche Bahn has taken a new turn. The railway company has issued a formal rebuttal to Fricke's accusations, stating the campaign aligns with standard sponsorship practices. 'This is not the fine art of partnership, but a legitimate marketing strategy,' a Bahn spokesperson reportedly said, defending the use of athletes in their ads. The response comes after the DOSB's public complaint remained unresolved.