03 February 2026, 04:28

Dortmunds neuer Oberbürgermeister kämpft um Sicherheit und Bildung ohne stabile Mehrheit

Ein detaillierter alter Stadtplan von Schweidnitz, Deutschland, der Straßen, Gebäude, Sehenswürdigkeiten und Text enthält, der Informationen über die Bevölkerung, Geschichte und Kultur der Stadt bereitstellt.

Dortmunder OB Kalouti: Bildung hat zentrale Bedeutung - Dortmunds neuer Oberbürgermeister kämpft um Sicherheit und Bildung ohne stabile Mehrheit

Alexander Kalouti ist nun seit fast 100 Tagen Oberbürgermeister von Dortmund. Er ist der erste Bürgermeister der Christlich Demokratischen Union (CDU) in der Stadt seit fast 80 Jahren. In Beirut geboren und in Süddeutschland aufgewachsen, trat Kalouti sein Amt im Oktober 2024 an, nachdem eine politische Verschiebung im Stadtrat zu einer zersplitterten Mehrheit geführt hatte.

Seine Wahl folgte auf die Kommunalwahlen im September 2024, die die Zusammensetzung des Dortmunder Stadtrats grundlegend veränderten. Die SPD hält 28 der 79 Sitze, die Grünen 20 und die CDU 18, während die AfD sechs Mandate innehat. Ohne klare Mehrheit muss Kaloutis Verwaltung für jede Entscheidung separat Bündnisse schmieden – oft mit den Grünen, manchmal auch mit der CDU. Diese Instabilität hat Fortschritte bei zentralen Themen wie Wohnungsbau und Klimapolitik gebremst, da AfD und FDP Ende 2024 und Anfang 2025 Haushaltspläne blockierten.

Sicherheit und Bildung hat der Oberbürgermeister zu seinen vorrangigen Zielen erklärt. Ein kürzlich durchgeführtes einwöchiges Pilotprojekt erhöhte die Präsenz von Polizei und Ordnungskräften in der Stadt. Sowohl Anwohner als auch Unternehmen reagierten positiv auf die Initiative. Gleichzeitig setzt er sich für mehr Investitionen in die frühkindliche Bildung ein, um Personalmangel zu beheben und die Sprachförderung für Dortmunds vielfältige Bevölkerung zu verbessern.

Trotz der Herausforderungen, ohne stabile Mehrheit zu regieren, schließt Kalouti eine Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen AfD kategorisch aus. Zudem kritisiert er die nationale Politik dafür, ehrliche Debatten über die Probleme der Städte zu vermeiden. Zwar lobt er Bundeskanzler Friedrich Merz dafür, Schwierigkeiten direkt anzugehen, fordert aber mehr Transparenz über die tatsächlichen Herausforderungen der Kommunen.

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Kaloutis politischer Ansatz spiegelt sein Bekenntnis zu Chancengleichheit wider – unabhängig von Herkunft oder Glaubensrichtung. Dieses Prinzip, so betont er, habe seine Karriere in verschiedenen Städten geleitet, bevor er nach Dortmund kam.

Der neue Oberbürgermeister steht vor einem gespaltenen Stadtrat und verzögerten Reformen. Sein Fokus bleibt auf der Stärkung von Sicherheit, Bildung und gerechter Politikgestaltung. Ohne feste Koalition wird jede Entscheidung Verhandlungsgeschick erfordern – und damit die Richtung Dortmunds in den kommenden Monaten prägen.