Die Linke wählt neuen Co-Vorsitzenden – Parteitag in Potsdam eröffnet
Jonas HofmannDie Linke wählt neuen Co-Vorsitzenden – Parteitag in Potsdam eröffnet
Die Linke hat am Freitag in Potsdam ihren Bundesparteitag eröffnet. Die dreitägige Veranstaltung steht im Zeichen der Wahl eines neuen Co-Vorsitzenden, der an der Seite von Ines Schwerdtner das Amt übernehmen soll. Zudem verspricht die Zusammenkunft lebhafte Debatten zu zentralen Parteithemen.
Jan van Aken hatte im April seinen Rücktritt als Co-Vorsitzender aus gesundheitlichen Gründen angekündigt, betonte jedoch, dass sein Zustand nicht besorgniserregend sei. Sein Abschied ebnete den Weg für einen internen Führungswettstreit.
Bisher hat nur der Bundestagsabgeordnete Luigi Pantisano seine Kandidatur erklärt. Sein Ziel ist es, mindestens 70 Prozent der Delegiertenstimmen auf sich zu vereinen. Die Wahl wird der Höhepunkt des Parteitags sein.
Auf der Tagesordnung stehen auch außenpolitische Fragen, insbesondere die Haltung der Partei zur israelischen Regierung. Ein weiterer Streitpunkt ist ein geplanter Deckel für Abgeordnetendiäten. Dem Vorschlag zufolge sollen gewählte Mandatsträger künftig 2.950 Euro monatlich behalten dürfen, zuzüglich 350 Euro netto pro Kind oder pflegebedürftigem Angehörigen. Überschüssige Einnahmen sollen in einen sozialen Parteifonds fließen.
Die Linke hat in den vergangenen Jahren einen deutlichen Mitgliederschub erlebt, vor allem durch jüngere und weibliche Mitglieder. Diese Entwicklung hat Spannungen zwischen langjährigen Parteiveteranen und Neuankömmlingen verstärkt.
Der Parteitag endet mit der Wahl des neuen Co-Vorsitzenden. Das Ergebnis wird die künftige Ausrichtung der Partei in Sachen Politik und innerparteilicher Führung prägen. Auch die Debatten über die Diätenobergrenze und die Außenpolitik werden die künftige Agenda der Linken maßgeblich beeinflussen.






