Die Linke attackiert Expertenpläne zur Krankenkassen-Reform als ungerecht
Luisa HartmannDie Linke attackiert Expertenpläne zur Krankenkassen-Reform als ungerecht
Die Linke hat die Vorschläge einer Expertenkommission scharf kritisiert, die das deutsche gesetzliche Krankenversicherungssystem stabilisieren sollen. Die Parteiführung wirft den Plänen vor, normale Versicherte unangemessen zu belasten, während Gutverdiener und wohlhabende Investoren von höheren Beiträgen verschont blieben.
Sören Pellmann, Vorsitzender der Linksfraktion im Bundestag, bezeichnete die Empfehlungen als ein "Sparpaket auf dem Rücken der Versicherten". Er warnte, die Pläne würden die Beitragszahler zwingen, "viele bittere Pillen" zu schlucken – ohne klare Angaben, wie viel mehr sie 2023 oder 2024 tatsächlich zahlen müssten.
Die Partei verwies darauf, dass Besserverdiener derzeit einen geringeren Anteil ihres Einkommens in das System einzahlen als Durchschnittsverdiener. Zudem kritisierte sie, dass Vermieter und Großinvestoren überhaupt keine Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung leisteten.
Als Gegenentwurf fordert Die Linke ein gerechteres Finanzierungsmodell. Ihr Vorschlag sieht vor, dass Spitzenverdiener und Vermieter stärker zur Kasse gebeten werden, um das System auf eine "solide Basis" zu stellen.
Der Bericht der Expertenkommission enthält keine konkreten Angaben zu den Mehrkosten für die Versicherten. Die Kritik der Linken zielt darauf ab, die finanzielle Last von vermögenden Gruppen weg und hin zu den normalen Beitragszahlern zu verlagern. Ihr Alternativkonzept setzt auf eine Umverteilung der Beiträge, um die Belastung für Gering- und Mittelverdiener zu verringern.






