Deutschlands Wirtschaftswachstum bricht ein – Prognosen drastisch gesenkt
Luisa HartmannDeutschlands Wirtschaftswachstum bricht ein – Prognosen drastisch gesenkt
Die Konjunkturaussichten für Deutschland haben sich laut den führenden Wirtschaftsforschungsinstituten des Landes deutlich eingetrübt. Ihre aktuelle gemeinsame Prognose, die am Mittwoch veröffentlicht werden soll, senkt die Wachstumserwartungen für die kommenden Jahre drastisch.
Noch in ihrer vorherigen Einschätzung hatten die Institute ein BIP-Wachstum von 1,3 Prozent für 2023 und 1,4 Prozent für 2024 vorhergesagt. Nun erwarten sie für 2023 nur noch ein Plus von 0,6 Prozent – weniger als die Hälfte der früheren Prognose.
Auch die Regierungsprognosen sind nach unten korrigiert worden. Im Herbst 2024 hatten Beamte noch ein Wachstum von 1,1 Prozent für 2025 vorausgesagt. Diese Schätzung wurde inzwischen auf 0,3 Prozent zurückgestuft. Als Hauptgründe werden demografische Veränderungen, zunehmender Wettbewerb und geopolitische Unsicherheiten genannt.
Für die folgenden Jahre sehen die Institute kaum Besserung. Bis 2027 soll das BIP-Wachstum lediglich bei etwa 1 Prozent liegen – deutlich unter den früheren Erwartungen.
Die überarbeiteten Zahlen unterstreichen die anhaltende Schwächephase der größten Volkswirtschaft Europas. Nachfrageflaute, strukturelle Probleme und externe Belastungen bremsen weiterhin die Erholungsaussichten. Der vollständige Bericht erscheint Mitte der Woche.






