Deutschland verpasst EU-Frist für mehr Lohntransparenz in Unternehmen
Jonas HofmannDeutschland verpasst EU-Frist für mehr Lohntransparenz in Unternehmen
Deutschland verpasst Frist für die Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie
Die neuen Vorschriften hätten eigentlich bis zum 7. Juni in Kraft treten sollen, doch weitere Abstimmungen sind noch erforderlich. Behörden geben offen zu, dass der geplante Termin trotz Vorbereitungsarbeiten des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) nicht eingehalten werden kann.
Ziel der EU-Richtlinie ist es, Lohnungleichheiten sichtbarer zu machen. Unternehmen müssten künftig Gehaltsinformationen offenlegen, damit Beschäftigte Vergütungen vergleichen und unfaire Unterschiede aufdecken können. Das Familienministerium hatte zwar den Gesetzgebungsprozess eingeleitet, konnte ihn aber nicht rechtzeitig abschließen.
Franziska Martin, Redakteurin mit Schwerpunkt Arbeitswelt, verfolgt solche Entwicklungen seit Langem. Bevor sie in ihre heutige Position wechselte, arbeitete sie im Technologie-Ressort des Manager Magazins, wo sie regelmäßig über die KI-Branche berichtete. In ihren Artikeln untersucht sie häufig, wie Technologie die Arbeitswelt verändert – inklusive der sozialen und gesellschaftlichen Folgen dieser Umbrüche.
Durch die Verzögerung des Ministeriums verschiebt sich die Umsetzung der Richtlinie. Zwar wurden erste Schritte eingeleitet, doch weitere Beratungen und Anpassungen sind nötig, bevor das Gesetz in Kraft treten kann. Die verpasste Frist lässt die Einführung der neuen Regeln vorerst in der Schwebe. Unternehmen und Beschäftigte müssen sich gedulden, bis die Lohntransparenzvorgaben greifen. Wann die Gesetzgebung abgeschlossen sein wird, steht noch nicht fest – ein überarbeiteter Zeitplan wurde vom Ministerium bisher nicht bekannt gegeben.






