Deutschland erhält erste LNG-Lieferungen aus dem Oman – trotz regionaler Krisen stabil
Theo MayerDeutschland erhält erste LNG-Lieferungen aus dem Oman – trotz regionaler Krisen stabil
Deutschland hat mit den ersten Lieferungen von Flüssigerdgas (LNG) aus dem Oman begonnen. Die Ankünfte markieren den Start einer langfristigen Vereinbarung zwischen dem deutschen Energieunternehmen SEFE und Oman LNG, die 2023 unterzeichnet wurde. Im Gegensatz zu anderen Golfstaaten bleiben die Exporte Omans von den anhaltenden regionalen Konflikten unberührt.
Der auf vier Jahre angelegte Vertrag zwischen SEFE und Oman LNG tritt offiziell 2026 in Kraft. Laut Abkommen wird der Oman jährlich 0,58 Milliarden Kubikmeter LNG liefern. Die ersten Lieferungen sind bereits planmäßig eingetroffen.
Die geografische Lage Omans am Golf von Oman, östlich der Straße von Hormus, verschafft dem Land einen strategischen Vorteil. Während iranische Angriffe die Energieinfrastruktur in Nachbarländern beeinträchtigt haben, bleiben die LNG-Anlagen Omans zugänglich. Schiffe können direkt ablegen, ohne die umkämpfte Meerenge passieren zu müssen, und umgehen so die Risiken, denen Katar, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait ausgesetzt sind.
Katar, einer der weltweit größten LNG-Exporteure, verzeichnete aufgrund iranischer Angriffe einen Rückgang der Exportkapazität um 17 Prozent. Auch andere Golfstaaten hatten seit der Eskalation des Konflikts im März 2026 mit Störungen in ihren Lieferketten zu kämpfen. Der Oman hingegen konnte seinen Betrieb trotz jüngster iranischer Vergeltungsangriffe in der Region aufrechterhalten.
Die ersten LNG-Lieferungen aus dem Oman sind ohne Unterbrechung in Deutschland eingetroffen. Der Vertrag mit SEFE sichert eine stetige Gasversorgung, unabhängig von möglichen Blockaden der Straße von Hormus. Angesichts der Schwierigkeiten, mit denen Katar und andere Golfproduzenten konfrontiert sind, bieten die Exporte Omans eine stabile Alternative für die europäischen Energiemärkte.






