22 January 2026, 20:19

Deutschland bringt einkommensabhängige Kaufprämien für Elektroautos zurück

Eine Liniengrafik, die den Anstieg der Batterieelektrofahrzeugverkäufe in Australien zeigt, mit begleitendem Text, der die Daten erläutert.

Deutschland bringt einkommensabhängige Kaufprämien für Elektroautos zurück

Deutschland führt erstmals seit Dezember 2023 wieder Kaufanreize für neue Elektroautos ein. Das Programm ist Teil des Klimapakets 2024 und sieht ab Januar 2026 einkommensabhängige Zuschüsse sowie Förderungen nach Haushaltsgröße und Elektroauto-Typ vor.

Der Schritt folgt einem deutlichen Aufschwung bei den Neuzulassungen von Elektroautos, die 2025 um 49,6 Prozent stiegen, nachdem sie im Vorjahr um 18,2 Prozent eingebrochen waren.

Gefördert werden rein batteriebetriebene Elektroautos (BEV), Plug-in-Hybride (PHEV) sowie Elektroautos mit Reichweitenverlängerer (EREV). Haushalte mit einem Jahreseinkommen von bis zu 45.000 Euro erhalten bis zu 5.000 Euro für ein BEV, bei Einkommen zwischen 45.001 und 60.000 Euro sind es 4.000 Euro. Bei einem Einkommen von 60.001 bis 80.000 Euro sinkt der Zuschuss auf 3.000 Euro.

Familien mit Kindern bekommen zusätzlich 500 Euro pro Kind, maximal jedoch 1.000 Euro – bei PHEV-Käufern fallen die Beträge niedriger aus. Die Förderung gilt sowohl für Käufe als auch für Leasingverträge, sofern das Elektroauto mindestens 36 Monate gehalten wird. Ab Mai 2026 können Anträge über ein Online-Portal gestellt werden. Insgesamt stehen 3 Milliarden Euro für rund 800.000 Elektroautos bis 2029 bereit.

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Analysten warnen, dass BEVs im Preissegment zwischen 30.000 und 45.000 Euro durch die Subventionen die stärksten Wertverluste bei den Wiederverkaufspreisen erleben könnten. Da nur wenige Käufer in dieser Kategorie Anspruch auf die maximale Förderung haben, bleibt die Reichweite des Programms begrenzt.

Große Automobilhersteller wie Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz sowie große Händlergruppen wie die Autohaus Group und Emil Frey könnten ihre Rabattstrategien anpassen. Ziel der Anreize ist es, die Nachfrage nach dem Rückgang im Jahr 2024 wieder zu beleben, als die Verkäufe vor dem starken Anstieg im vergangenen Jahr nachgaben.

Das Programm nimmt ab Mai 2026 Anträge entgegen, gilt aber rückwirkend ab Januar 2026. Mit einem Budget von 3 Milliarden Euro sollen in vier Jahren etwa 800.000 Elektroautos gefördert werden.

Die Subventionen könnten die Preispolitik der Hersteller und Händler beeinflussen – insbesondere bei BEVs unter 45.000 Euro –, da sich der Markt an die neuen Förderbedingungen anpasst.