17 April 2026, 16:20

Deutsche wünschen sich medizinische Versorgung im Supermarkt – doch Zweifel bleiben

Innensicht eines Einkaufszentrums mit Menschen, Geschäften, Infotafeln mit der Aufschrift "Herzlich willkommen", Deckenleuchten, Geländern und einem Topf mit Pflanze unten.

Deutsche wünschen sich medizinische Versorgung im Supermarkt – doch Zweifel bleiben

Eine neue Umfrage von Deloitte zeigt, dass viele Deutsche mit dem aktuellen Zustand der medizinischen Versorgung unzufrieden sind. Fast ein Drittel der Befragten äußerte Frust über die schlechte Verfügbarkeit von Terminen und lange Wartezeiten. Gleichzeitig zeigt sich eine wachsende Bereitschaft der Verbraucher, Gesundheitsdienstleistungen im Einzelhandel in Anspruch zu nehmen.

Laut der Studie könnten sich rund 60 Prozent der Teilnehmer vorstellen, künftig bestimmte medizinische Leistungen im Handel zu nutzen. Besonders beliebt sind dabei Drogeriemärkte: 39 Prozent der Befragten halten sie für den geeignetsten Ort. Viele wünschen sich zudem ein erweitertes Sortiment in der Nähe, darunter Nahrungsergänzungsmittel, Naturheilmittel und medizinische Hilfsmittel.

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Trotz des Interesses bleiben Bedenken. Fast die Hälfte derer, die dem Angebot skeptisch gegenüberstehen, nennt Zweifel an der Servicequalität als Hauptgrund. Um Vertrauen aufzubauen, empfiehlt der Bericht, dass Händler mit klassischen Gesundheitsdienstleistern kooperieren und klarere Qualitätsstandards setzen sollten.

Für den Einzelhandel birgt das Potenzial erhebliche Vorteile: Mehr als die Hälfte der interessierten Verbraucher – 52 Prozent – würde ihren Stammmarkt wechseln, wenn dieser Gesundheitsleistungen neben dem Einkauf anbieten würde. Das könnte Unternehmen helfen, neue Kunden zu gewinnen und ihr Sortiment zu erweitern.

Die Ergebnisse unterstreichen den klaren Bedarf nach besser zugänglichen Gesundheitsangeboten. Händler, die Qualitätsbedenken ausräumen und mit etablierten Anbietern zusammenarbeiten, könnten sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Für Verbraucher könnte der Wandel kürzere Wartezeiten und mehr Bequemlichkeit beim Zugang zu medizinischen Dienstleistungen bedeuten.

Quelle