11 May 2026, 02:11

Deutsche gespalten: Soll die Marine Minen in der Straße von Hormus räumen?

Schwarz-weiß-Karte von Hofhegenberg, Deutschland, mit schwarzem Rand, die Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt.

Deutsche gespalten: Soll die Marine Minen in der Straße von Hormus räumen?

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass die Deutschen gespalten sind, was die Entsendung von Minenräumbooten in die Straße von Hormus angeht. Etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung unterstützt den Einsatz, während ein beträchtlicher Teil dagegen ist. Die deutsche Marine hat bereits ein Schiff, die Fulda, ins Mittelmeer verlegt, um sich auf eine mögliche Mission vorzubereiten.

Die Debatte entfacht sich, während Bundeskanzler Friedrich Merz strenge Bedingungen für eine Beteiligung aufstellt – darunter einen Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran sowie eine Zustimmung des Bundestags.

Mitte April ergaben Umfragen, dass 51 Prozent der Deutschen für den Einsatz von Bundeswehr-Minenräumbooten im Nahen Osten sind. Die Mission würde etwa 45 Soldaten an Bord der Fulda umfassen, die damit beauftragt wären, Unterwassersprengkörper in der Straße von Hormus aufzuspüren und zu entschärfen.

Die Ablehnung bleibt jedoch stark: 44 Prozent lehnen den Plan ab, weitere 5 Prozent sind unentschieden. Regionale Unterschiede sind deutlich: Während 52 Prozent der Westdeutschen den Einsatz befürworten, lehnen ihn 53 Prozent der Ostdeutschen ab.

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Auch die politische Zugehörigkeit prägt die Meinungen. Wähler der Grünen zeigen mit 77 Prozent die höchste Zustimmung, während fast drei Viertel der AfD-Anhänger (73 Prozent) eine Beteiligung ablehnen. Kanzler Merz betont, dass ein Einsatz nur bei einer Deeskalation der Spannungen zwischen den USA und dem Iran, einer fundierten militärischen Strategie und einer Zustimmung des Bundestags infrage komme.

Die Fulda, die bereits seit Anfang Mai im Mittelmeer stationiert ist, steht bereit, falls die Mission genehmigt wird.

Der geplante Einsatz hängt davon ab, ob die politischen und militärischen Voraussetzungen erfüllt werden. Bei einer Freigabe würde sich die Besatzung der Fulda auf die Räumung von Sprengkörpern in einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten konzentrieren. Die endgültige Entscheidung liegt bei den Abgeordneten und der weiteren Entwicklung in der Region.

Quelle