17 March 2026, 00:10

Deutsche Bank und BII starten 150-Millionen-Dollar-Programm für Afrikas Handelsfinanzierung

Alte deutsche Banknote mit einem Vogeldesign, ausgegeben von Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft in Berlin.

Deutsche Bank und BII starten 150-Millionen-Dollar-Programm für Afrikas Handelsfinanzierung

Die Deutsche Bank hat sich mit der British International Investment (BII) zusammengeschlossen, um ein 150-Millionen-Dollar-Risikoteilungsprogramm zu starten. Die Initiative zielt darauf ab, die Liquidität in unterversorgten afrikanischen Märkten zu stärken, wo Handelsfinanzierungen weiterhin Mangelware sind. Dies ist die erste formelle Partnerschaft zwischen den beiden Institutionen.

Der Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Aktie der Deutschen Bank bei 25,80 Euro notiert – rund 14 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt –, was die allgemeinen Marktchallenges widerspiegelt.

Das neue Programm konzentriert sich auf kleinere afrikanische Volkswirtschaften wie Sambia, Äthiopien und Ruanda. Diese Märkte leiden unter chronischen Liquiditätsengpässen, die zur geschätzten jährlichen Handelsfinanzierungslücke Afrikas in Höhe von 100 Milliarden US-Dollar beitragen, wie die Afrikanische Entwicklungsbank angibt.

Im Rahmen des Programms übernimmt die BII die Rolle eines finanziellen Rückhalts in einem unfundierten Risikobeteiligungsmodell. Diese Struktur ermöglicht es der Deutschen Bank, Unternehmen in der Region mehr Kredite zu gewähren, während potenzielle Verluste mit der BII geteilt werden.

Die Ankündigung folgt einem Trend, bei dem große Banken ihr Engagement in Afrika zurückfahren. In den letzten fünf Jahren haben mindestens sechs internationale Kreditgeber – Standard Chartered, Barclays, HSBC, Citigroup, Absa und Société Générale – den Kontinent entweder vollständig verlassen oder ihre Präsenz deutlich reduziert.

Intern hat die Deutsche Bank ebenfalls Führungswechsel vorgenommen. Gerald Podobnik wurde kürzlich zum Co-Leiter der globalen Unternehmenssparte der Bank ernannt und arbeitet nun gemeinsam mit Michael Diederich.

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Das 150-Millionen-Dollar-Programm soll die seit langem bestehenden Engpässe in der Handelsfinanzierung Afrikas angehen. Durch die Risikoteilung mit der BII erhofft sich die Deutsche Bank, die Kreditvergabe an Unternehmen in Märkten auszuweiten, in denen der Zugang zu Kapital weiterhin begrenzt ist. Die Partnerschaft entsteht zu einer Zeit, in der sich andere globale Banken weiter aus der Region zurückziehen.

Quelle