Deutsche Bahn erreicht Rekord mit 1,93 Milliarden Fahrgästen – trotz Verspätungen und maroder Gleise
Luisa HartmannDeutsche Bahn erreicht Rekord mit 1,93 Milliarden Fahrgästen – trotz Verspätungen und maroder Gleise
Die Deutsche Bahn (DB) beförderte 2025 mehr Fahrgäste als je zuvor und erreichte mit 1,93 Milliarden Fahrten einen neuen Rekord. Dieser Anstieg gelang trotz anhaltender Probleme mit Verspätungen und maroder Infrastruktur im gesamten Netz.
Besonders stark wuchs der Regionalverkehr, während die Fernreisezahlen auf dem Vorjahresniveau blieben. Die Züge von DB Regio verzeichneten rund 1,8 Milliarden Fahrgäste – ein Plus von 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Zuwachs ist unter anderem auf die Gewinnung neuer Ausschreibungen für Strecken in mehreren Regionen zurückzuführen.
Im Fernverkehr, zu dem auch ICE- und IC-Züge zählen, nutzten 136 Millionen Reisende das Angebot – etwa genauso viele wie in den Vorjahren. Die Zahlen deuten auf eine stabile Nachfrage nach Hochgeschwindigkeitsverbindungen hin.
Allerdings wies der Jahresbericht auch auf ein "Bauparadox" hin: Umfassende Sanierungsarbeiten an der maroden Infrastruktur führten zu häufigen Verspätungen und untergruben so die Zuverlässigkeit des Betriebs. Viele Projekte, die eigentlich die Netzqualität verbessern sollten, beeinträchtigten stattdessen den täglichen Fahrplan.
Die Rekordfahrgastzahlen bestätigen die DB als zentralen Verkehrsdienstleister in Deutschland. Doch die anhaltenden Pünktlichkeitsprobleme zeigen, wie sehr das überlastete und in die Jahre gekommene Schienennetz unter Druck steht.
Die Balance zwischen Wachstum und Infrastrukturmodernisierung bleibt für das Unternehmen in den kommenden Jahren eine der größten Herausforderungen.






