Deutsche Bahn 2025: Mehr Umsatz, aber weiterhin hohe Verluste unter Evelyn Palla
Theo MayerDeutsche Bahn 2025: Mehr Umsatz, aber weiterhin hohe Verluste unter Evelyn Palla
Die Deutsche Bahn AG hat für das Jahr 2025 eine gemischte Bilanz vorgelegt: Während die Umsätze stiegen, blieben die Verluste bestehen. Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla treibt eine umfassende Umstrukturierung voran, um die Effizienz und Pünktlichkeit im gesamten Schienennetz zu verbessern. Die Maßnahmen erfolgen vor dem Hintergrund anhaltender finanzieller Herausforderungen und langfristiger Infrastrukturprojekte.
Unter Pallas Führung verzeichnete die Bahn einen Umsatzanstieg von drei Prozent auf rund 27 Milliarden Euro im Jahr 2025. Trotz dieses Wachstums verbuchte das Unternehmen jedoch einen Nettoverlust von 2,3 Milliarden Euro nach Steuern – vor allem bedingt durch erhebliche Abschreibungen im Fernverkehr.
Das operative Ergebnis verbesserte sich um 630 Millionen Euro auf 297 Millionen Euro. Dennoch warnte Palla, dass die Umsätze in den kommenden Jahren aufgrund der bis 2036 andauernden grundlegenden Modernisierungen voraussichtlich zurückgehen dürften. Die Vorstandsvorsitzende hat bereits erste Schritte zur Neuausrichtung des Konzerns eingeleitet, darunter die Verkleinerung des Vorstands und die Abschaffung der ersten Führungsebene. Weitere Umstrukturierungen sind für dieses Jahr geplant.
Eine der weitreichendsten Veränderungen betrifft DB Cargo, wo 6.200 Stellen – fast ein Viertel der Belegschaft – abgebaut werden sollen. Zudem hat sich Palla zum Ziel gesetzt, die Pünktlichkeit im Fernverkehr von derzeit 60 auf 70 Prozent bis 2029 zu steigern. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder unterstützt den Kurs hin zu einem zuverlässigeren Schienensystem durch ein umfassendes Maßnahmenpaket.
Ein zentrales, aber weiterhin problematisches Thema bleibt der seit langem verzögerte Bahnknoten Stuttgart 21. Palla kündigte an, dass vor dem Sommer kein neuer Eröffnungstermin genannt werde – ein Zeichen für die anhaltenden Komplexitäten des Projekts.
Die Finanzzahlen der Deutschen Bahn zeigen sowohl Fortschritte als auch anhaltende Schwierigkeiten. Das Unternehmen spart Kosten, baut die Führungsebenen um und strebt eine höhere Pünktlichkeit an, doch Großprojekte wie Stuttgart 21 bleiben von Verzögerungen geprägt. Die nächsten Jahre werden entscheidend sein, während Palla den Konzern in Richtung einer nachhaltigenProfitabilität lenkt.






