29 March 2026, 14:10

Daimler Truck und Deutz setzen auf Wasserstoff und Wachstum mit gegensätzlichen Strategien

Altes deutsches Regierungsaktienzertifikat mit gedrucktem Text und numerischen Figuren.

Daimler Truck und Deutz setzen auf Wasserstoff und Wachstum mit gegensätzlichen Strategien

Zwei große deutsche Industrieunternehmen schlagen unterschiedliche Wege für ihr künftiges Wachstum ein. Daimler Truck bleibt ein Schwergewicht mit einem Börsenwert von knapp 35 Milliarden Euro und setzt auf elektrische sowie wasserstoffbasierte Antriebe. Unterdessen hat die Deutz AG seit 2020 ihre Marktkapitalisierung mehr als verdoppelt und kommt nach einem strategischen Umbruch und deutlichen Umsatzsteigerungen nun auf rund 1,35 Milliarden Euro.

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Die Wandlung von Deutz ist beeindruckend: Vom traditionellen Motorenhersteller hat sich das Unternehmen zu einem agilen Anbieter von Energie- und Verteidigungslösungen entwickelt. Mit seiner "Dual+"-Strategie hält es Verbrennungsmotoren weiter im Portfolio, erweitert sein Geschäft aber um Wasserstoffverbrennung, E-Fuels und Notstromsysteme. 2025 stieg der Umsatz um 12,7 Prozent auf 2,04 Milliarden Euro, und der Aktienkurs kletterte seit April 2025 um über 90 Prozent. Die Rückkehr in den MDAX im März 2026 stärkte zusätzlich das Vertrauen der Anleger.

Deutz sieht zudem Potenzial in Rüstungsaufträgen, die konjunkturelle Abschwünge abfedern könnten. Weitere Übernahmen in diesem Bereich würden jedoch Finanzmittel binden und die Unternehmensführung vor neue Herausforderungen stellen. Trotz einer höheren KGV-Kennziffer als Daimler Truck rechtfertigt das Unternehmen seine Bewertung mit einem Umsatzwachstum von fast 13 Prozent.

Daimler Truck hingegen bleibt ein breiter aufgestellter Industriekonzern, der von der Fahrgestellproduktion bis zum digitalen Flottenmanagement reicht. Die Doppelstrategie des Unternehmens konzentriert sich auf batterieelektrische Antriebe und Brennstoffzellen für Nutzfahrzeuge. Analysten heben die Margenverbesserung im Segment Mercedes-Benz sowie das autonome Fahren als zentrale Wachstumstreiber hervor. Mit einem KGV von etwa 11 und einer Dividendenrendite von fast fünf Prozent gilt die Aktie weiterhin als klassische Wertanlage.

Beide Unternehmen passen sich einer sich wandelnden Industrielandschaft an. Während Deutz auf Wasserstoffverbrennung, Rüstungsgeschäfte und Energielösungen setzt, um das Wachstum zu sichern, nutzt Daimler Truck mit seiner enormen Größe die Elektrifizierung und Wasserstoffantriebe – bei gleichzeitig stabilen Renditen. Ihre Strategien spiegeln unterschiedliche Ansätze für die Mobilität und Profitabilität der Zukunft wider.

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