17 April 2026, 00:16

"Circle of Life"-Streit: Komponist verklagt Komiker wegen "Löwen"-Parodie auf 27 Millionen Dollar

Schwarze und weiße Illustration einer Gruppe von Löwen in einer Dschungelumgebung mit üppigen Pflanzen und Bäumen, die den Text 'Der König der Löwen' unten zeigt.

"Circle of Life"-Streit: Komponist verklagt Komiker wegen "Löwen"-Parodie auf 27 Millionen Dollar

Lebohang Morake, der Komponist hinter dem ikonischen "Circle of Life"-Gesang aus "Der König der Löwen", verklagt den simbabwischen Komiker Learnmore Jonasi. Die Klage folgt auf Jonasis umstrittene Übersetzung des Liedes, die Morake zufolge dessen kulturelle Bedeutung verfälsche. Jonasi, der derzeit durch die USA tourt, reagierte mit dem Angebot, gemeinsam mit Morake ein Video über die wahre Bedeutung des Songs zu drehen.

Der Streit eskalierte, als Jonasi in einem Podcast die Zulu- und Xhosa-Texte des Gesangs mit "Schaut, da ist ein Löwe. Oh mein Gott" übersetzte – eine Version, die die Moderatoren zum Lachen brachte, da sie weit weniger erhaben klang als Disneys offizielle Fassung: "Hoch lebe der König, wir alle verneigen uns vor dem König." Morakes Anwälte argumentieren, Jonasi habe das Lied bewusst herabgewürdigt und durch übertriebene Nachahmung seiner Bedeutung beraubt.

Jonasi kritisiert "Der König der Löwen" seit Langem in seinen Auftritten – etwa die amerikanischen Akzente der Löwen oder Hollywoods Afrika-Klischees. Seine Äußerungen lösten sowohl Empörung als auch Zustimmung aus; tausende Unterstützer solidarisierten sich auf Social Media mit ihm, besonders nach der Klagezustellung mitten in einer seiner Shows.

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Morake fordert über 20 Millionen Dollar Schadensersatz sowie 7 Millionen Dollar Strafschadenersatz. Trotz der juristischen Auseinandersetzung lobte Jonasi öffentlich Morakes Werk und schlug vor, in einem gemeinsamen Video den kulturellen Tiefgang des Gesangs zu erklären.

Der Fall wirft grundsätzliche Fragen auf: Künstlerische Freiheit versus kultureller Respekt. Während Morake um den Schutz des Erbes des Liedes kämpft, beharrt Jonasi auf seinem satirischen Ansatz. Das Urteil könnte prägend dafür werden, wie traditionelle Werke in der Popkultur diskutiert werden.

Quelle