05 March 2026, 22:16

Chemnitz gedenkt der Kriegsopfer mit Appellen für Frieden und gegen Aufrüstung

Eine Gedenktafel an einer Wand mit Fotos von Individuen und Text, die an die Opfer des Zweiten Weltkriegs erinnert.

Chemnitz gedenkt der Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg - Chemnitz gedenkt der Kriegsopfer mit Appellen für Frieden und gegen Aufrüstung

Hunderte versammelten sich am Sonntag in Chemnitz, um der Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg zu gedenken. Der 25. Chemnitzer Friedenstein markierte den 79. Jahrestag des verheerenden Luftangriffs vom 5. März 1945. Zu den Veranstaltungen gehörten Gedenkfeiern, ein Marsch und Appelle für den Frieden angesichts wachsender Sorgen über die zunehmende Militarisierung.

Der Tag begann mit einem ökumenischen Friedensgottesdienst in der St.-Jacobi-Kirche. Im Anschluss läuteten in ganz Chemnitz die Kirchenglocken in einem traditionellen Gedenkgeläut. Auf dem städtischen Friedhof ehrten Teilnehmer bei einer Kranzniederlegung die Opfer des Bombenangriffs von 1945.

Die zentrale Gedenkveranstaltung fand am Neumarkt unter dem Motto "Bleibt standhaft für den Frieden" statt. Oberbürgermeister Sven Schulze (SPD) und der Präsident des Sächsischen Landtages, Alexander Dierks (CDU), gedachten gemeinsam mit lokalen Schülern der Opfer. In ihren Reden erinnerten sie an das Leid des Krieges und betonten die Bedeutung der Friedenssicherung.

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Ein Marsch durch die Innenstadt zählte bis zu 400 Teilnehmer auf seinem Höhepunkt. Gleichzeitig nahmen mehrere hundert Menschen an einer separaten Kundgebung am Karl-Marx-Monument teil. Dort sprachen Demonstranten sich gegen Wehrpflicht und die Gefahren einer erneuten Aufrüstung aus.

Die Veranstaltungen brachten Anwohner, Amtsträger und Aktivisten zusammen, um der Vergangenheit zu gedenken und sich für den Frieden einzusetzen. Der 25. Chemnitzer Friedenstein diente sowohl als Mahnung als auch als Aufruf zum Handeln. Die Organisatoren unterstrichen die Notwendigkeit, aus der Geschichte zu lernen und sich gleichzeitig den aktuellen Herausforderungen für die globale Stabilität zu stellen.

Quelle