31 December 2025, 12:14

Carola Rackete verlässt die Linke: Zwei Nachfolger übernehmen ihr EU-Mandat

Ein Schiff fährt auf ruhiger See.

Carola Rackete verlässt die Linke: Zwei Nachfolger übernehmen ihr EU-Mandat

Carola Rackete, die ehemalige Seenotretterin und spätere Politikerin der Linken, gibt ihr Mandat im Europäischen Parlament auf. Ihr Rückzug folgt auf eine umstrittene Amtszeit, die von internen Parteistreitigkeiten und Kritik an ihrer Führungsrolle innerhalb der EU-Delegation der Linken geprägt war. Zwei Nachfolger wurden nun benannt, um ihre Position innerhalb der EU-Delegation der Linken zu übernehmen.

International bekannt wurde Rackete zunächst als Kapitänin der NGO Sea-Watch, die im Mittelmeer Geflüchtete rettete. Später stieg sie in die Politik ein, trat der Linken bei und sicherte sich eine Spitzenkandidatur für die Europawahl 2019. Doch ihre Nominierung spaltete die politische Partei von Anfang an.

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Kritiker warfen Rackete vor, kaum Verbindungen zur traditionellen Wählerbasis der Linken in Ostdeutschland zu haben. Viele bemängelten zudem, sie setze auf symbolische Gesten statt auf praktische politische Arbeit. Ihr Mandat, das ursprünglich der Modernisierung der politischen Partei dienen sollte, gilt unter führenden Mitgliedern mittlerweile als Fehlentscheidung. Mit ihrem Rücktritt übernehmen nun zwei Persönlichkeiten ihre Aufgaben: Heidi Reichinnek, eine Politikerin aus Ostdeutschland, wird Racketes Rolle in der EU-Parlamentsfraktion der Linken übernehmen. Martin Günther, ein Abgeordneter der Linken aus Brandenburg, rückt für sie in die EU-Versammlung nach.

Racketes Abschied markiert das Ende einer kurzen, aber polarisierenden Phase der Linken in Brüssel. Die politische Partei setzt nun auf zwei erfahrene Regionalpolitiker, um ihre Präsenz im Europäischen Parlament zu stabilisieren. Beide Nachfolger treten ihre Ämter an, während sich die Partei auf künftige Herausforderungen in der EU-Politik vorbereitet.