22 March 2026, 16:10

Caritas verlangt Pflicht für Klimaschutz-Heizungen in Mietwohnungen – und warnt vor Energiearmut

Ein hoher Wohnblock mit zahlreichen Fenstern, Balkonen, Geländern und Klimaanlagen, umgeben von dichter Vegetation.

Caritas verlangt Pflicht für Klimaschutz-Heizungen in Mietwohnungen – und warnt vor Energiearmut

Caritas fordert Klimaschutz-Heizungen als Pflicht in Mietwohnungen

Die Caritas hat die Bundesregierung aufgefordert, klimafreundliche Heizsysteme in Mietobjekten verbindlich vorzuschreiben. Die Wohlfahrtsorganisation argumentiert, dass moderne, auf erneuerbaren Energien basierende Anlagen stabile Preise bieten und die CO₂-Emissionen senken würden. Gleichzeitig pocht sie auf stärkere Unterstützung für einkommensschwache Haushalte, die mit steigenden Energiekosten kämpfen.

Laut geltender Regelung schreibt das Gebäudeenergiegesetz (GEG) vor, dass neue Heizungen ab 2026 in Gebieten mit Wärmeplan mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen müssen. Vermieter dürfen bis zu acht Prozent der Modernisierungskosten auf die Mieter umlegen, wobei die Mietsteigerung auf drei Euro pro Quadratmeter über sechs Jahre gedeckelt ist. Über diese bundesweiten Vorgaben hinaus gibt es jedoch keine zusätzlichen kommunalen oder regionalen Bestimmungen.

Eine aktuelle Studie unterstreicht die ungleiche Belastung durch Energiekosten: Haushalte mit weniger als 1.300 Euro Monatseinkommen wenden rund zehn Prozent ihres Budgets für Wohnenergie auf. Demgegenüber geben Haushalte mit über 5.000 Euro monatlich weniger als fünf Prozent dafür aus. Die Caritas warnt, dass ohne Gegenmaßnahmen einkommensschwache Familien noch stärker unter finanziellen Druck geraten.

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Die Organisation fordert einen Ausbau von Beratungsangeboten wie dem Energie-Check sowie Reformen bei Sozialleistungen. Zudem betont sie, dass die Wärmewende – der Umstieg auf nachhaltige Heizsysteme – die Abhängigkeit von globalen Ölmärkten verringern und gleichzeitig das Klima schützen würde.

Caritas besteht darauf, dass rechtliche Anpassungen nötig sind, um einen fairen Zugang zu bezahlbarer, grüner Wärme zu gewährleisten. Die vorgeschlagenen Maßnahmen zielen darauf ab, die finanzielle Belastung benachteiligter Haushalte zu verringern und gleichzeitig Deutschlands Energiewende zu beschleunigen. Ohne Handeln, so die Warnung der Organisation, werden Energiearmut und CO₂-Ausstoß weiter ansteigen.

Quelle