20 April 2026, 16:10

Bundestag lehnt Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss für Kinder ab

Plakat zur Unterstützung des American Rescue Plans, das den Text enthält, dass es die Kinderarmut in den USA halbieren würde, und ein Bild einer vielfältigen Gruppe von Menschen zeigt.

Bundestag lehnt Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss für Kinder ab

Pläne zur Kürzung der Unterhaltsvorschusszahlungen in Deutschland haben im Bundestag breiten Widerstand ausgelöst. Die von den Kommunalverbänden vorgeschlagenen Einschnitte zielen auf ein System ab, das Kinder unterstützen soll, wenn ein Elternteil keinen Unterhalt zahlt. Kritiker aus mehreren Parteien verurteilen den Vorstoß als schädlich für bedürftige Familien.

Das Unterhaltsvorschuss-System wurde 2017 grundlegend reformiert. Damals wurde das Höchstalter für anspruchsberechtigte Kinder von 12 auf 18 Jahre angehoben und die bisherige sechjährige Bezugsdauer abgeschafft. Seither haben sich die Kosten für das Programm nach Angaben der Kommunen vervierfacht.

Die geplante Kürzung stößt bei Politikern quer durch die Parteilandschaft auf Ablehnung. Jasmina Hostert, familienpolitische Sprecherin der SPD, bezeichnete das System als unverzichtbaren Schutz für Kinder und lehnte jede Reduzierung ab. Misbah Khan, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, argumentierte, dass die Kürzungen besonders Familien in prekären Verhältnissen treffen würden.

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Heidi Reichinnek, Fraktionschefin der Linken, nannte die Pläne "eine absolute Schande" und warnte vor schweren Folgen. Selbst Martin Reichardt, familienpolitischer Sprecher der AfD, sprach sich gegen die geplanten Einschnitte aus.

Die vorgeschlagenen Kürzungen treffen auf massiven Widerstand bei Abgeordneten, die den Unterhaltsvorschuss als unverzichtbar für das Kindeswohl betrachten. Während die Kommunen angesichts stark gestiegener Kosten seit 2017 auf Einsparungen drängen, bestehen Kritiker darauf, das System in seiner jetzigen Form zu erhalten. Die Debatte zeigt, wie tief die Gräben sind, wenn es darum geht, Haushaltsbelange mit der Unterstützung bedürftiger Familien in Einklang zu bringen.

Quelle