Bundestag beschließt Reform: Schnellere Anerkennung für ausländische Gesundheitsfachkräfte
Jonas HofmannBundestag beschließt Reform: Schnellere Anerkennung für ausländische Gesundheitsfachkräfte
Der Bundestag hat ein neues Gesetz verabschiedet, das die Anerkennung ausländischer Abschlüsse im Gesundheitsbereich beschleunigen soll. Die Reform richtet sich an Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Apothekerinnen und Apotheker sowie Hebammen und führt einheitliche Standards sowie digitale Verfahren ein. Befürworter betonen, dass damit überflüssige Bürokratie für Fachkräfte und Behörden abgebaut werde.
Das Vorhaben geht auf Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) zurück. Der Entwurf erhielt am Donnerstag die Zustimmung der Ampelkoalition und der Grünen. Die AfD lehnte das Gesetz ab, während die Linke sich der Stimme enthielt.
Kern der Neuregelung ist die Standardisierung und Digitalisierung der Anerkennungverfahren. Dazu gehört auch die Überprüfung von Bewerberinnen und Bewerbern aus Drittstaaten, deren Sprachkenntnisse künftig bereits vor Abschluss der fachlichen Qualifikation geprüft werden können. Zudem werden bestimmte Kompetenzen auf die Bundesländer übertragen, die dadurch mehr Gestaltungsmöglichkeiten erhalten.
Das Gesetz bedarf noch der finalen Zustimmung des Bundesrates. Bei Verabschiedung soll es am 1. November 2026 in Kraft treten.
Ziel der Reform ist es, die Anerkennung ausländischer Gesundheitsfachkräfte in Deutschland zu vereinfachen und zu beschleunigen. Durch weniger Papierkram und digitale Prüfverfahren soll das System effizienter werden. Die Änderungen gelten für zentrale medizinische Berufe, sobald der Bundesrat grünes Licht gibt.






