Bundespolizei findet Waffenarsenal und 12.000 Euro bei A12-Kontrolle
Jonas HofmannBundespolizei findet Waffenarsenal und 12.000 Euro bei A12-Kontrolle
Bundespolizei beschlagnahmt Waffenarsenal und Bargeld bei Routinekontrolle auf der A12
Bei einer regulären Grenzüberprüfung auf der Autobahn A12 haben Bundesbeamte einen Wagen mit einem großen Waffenfund und Bargeld gestoppt. Das in Berlin zugelassene Fahrzeug war im Rahmen der seit Oktober 2023 wieder eingeführten temporären Kontrollen nahe der polnischen Grenze angehalten worden. Drei Männer stehen nun unter Verdacht, gegen das Waffengesetz verstoßen zu haben.
Der Vorfall ereignete sich, als Polizisten einen Pkw auf der A12 kontrollierten, wo Deutschland im vergangenen Oktober die Grenzkontrollen wiederaufgenommen hatte. Im Inneren des Wagens fanden sie ein Schwert, eine Machete, drei Messer, einen Schlagstock, eine Signalpistole, zwei Tierabwehrsprays, einen Schlagring sowie 12.000 Euro in bar. Alle Gegenstände wurden als Beweismittel sichergestellt.
Der 35-jährige Fahrer war mit zwei Mitfahrern unterwegs, 20 und 21 Jahre alt. Der jüngere der beiden war den Behörden bereits bekannt. Gegen alle drei Männer ermittelt die Staatsanwaltschaft nun wegen möglicher Verstöße gegen waffenrechtliche Bestimmungen.
Die Kontrollen auf der A12 waren ursprünglich eingeführt worden, um irreguläre Migration und Schmuggel zu bekämpfen. Sie wurden mehrfach verlängert und gelten nun mindestens bis September 2026 – die polnischen Gegenkontrollen voraussichtlich sogar über April 2026 hinaus. Täglich kommt es zu Verzögerungen für Tausende Pendler, darunter 13.800 polnische Arbeitnehmer, die nach Brandenburg fahren, und 4.100, die Berlin ansteuern, sowie für über 3,5 Millionen Lkw pro Jahr.
Die beschlagnahmten Waffen und das Bargeld bleiben vorerst in Polizeigewahrsam, während die Ermittlungen laufen. Die temporären Grenzmaßnahmen, die mit Konflikten und Migrationssorgen begründet werden, behindern weiterhin den grenzüberschreitenden Verkehr. Pendler und Speditionen müssen bis mindestens Ende 2026 mit anhaltenden Verzögerungen rechnen.






