Bundeshaushalt 2027: 20 Milliarden Euro Defizit drohen – drastische Sparpläne im Raum
Theo MayerBundeshaushalt 2027: 20 Milliarden Euro Defizit drohen – drastische Sparpläne im Raum
Der Bundeshaushalt 2027 steht vor einem Fehlbetrag von über 20 Milliarden Euro. Die prognostizierten Defizite der kommenden Jahre könnten sogar 60 Milliarden Euro übersteigen. Zwar wird der Bundestag den endgültigen Haushaltsplan erst im November beschließen, doch bereits jetzt liegen Vorschläge für drastische Kürzungen auf dem Tisch.
Carsten Middelberg, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion unter Friedrich Merz, hat eine Reihe von Sparmaßnahmen vorgelegt. Er schlägt vor, die Mitarbeiterzahl in den Bundesministerien um acht Prozent zu reduzieren. Betroffen wären auch bundesgeförderte Einrichtungen, darunter zahlreiche Forschungszentren, Stiftungen und Behörden.
Middelbergs Plan zielt zudem auf die Subventionen ab, die in den vergangenen sieben Jahren von 8,3 auf 59,5 Milliarden Euro angestiegen sind. Diese Mittel fließen derzeit in Klimaschutz, die Dekarbonisierung des Verkehrs, Wasserstoffprojekte und den sozialen Wohnungsbau. Um die Effizienz zu steigern, schlägt er vor, sowohl die Fördersätze als auch die Gesamtvolumina schrittweise zu senken.
Finanzminister Lars Klingbeil wird voraussichtlich in dieser Woche die zentralen Eckdaten des Haushalts 2027 im Kabinett festlegen. Der Bundestag wird den vollständigen Etat dann im November beraten und abschließend abstimmen. Sollten die geplanten Kürzungen beschlossen werden, wären Tausende Arbeitsplätze im öffentlichen Sektor betroffen, und die Finanzierung zentraler Politikbereiche würde reduziert. Die Regierung steht nun vor der Herausforderung, Haushaltsdisziplin mit den laufenden Verpflichtungen in Klimaschutz, Infrastruktur und Sozialprogrammen in Einklang zu bringen. Die endgültige Entscheidung liegt in diesem Jahr beim Parlament.






