18 March 2026, 18:09

Britta Müllers überraschender Rücktritt als Brandenburgs Gesundheitsministerin

Eine Zeichnung eines mehrstöckigen Gebäudes mit zahlreichen Fenstern und einem Schornstein, das als psychiatrische Klinik in Deutschland identifiziert wurde, mit handgeschriebener Schrift auf dem Papier.

Britta Müllers überraschender Rücktritt als Brandenburgs Gesundheitsministerin

Britta Müller tritt als Brandenburgs Gesundheits- und Sozialministerin zurück

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Nach nur 18 Monaten im Amt hat Britta Müller ihren Rücktritt als Brandenburgs Ministerin für Gesundheit und Soziales bekannt gegeben. Die parteilose Politikerin, die zeitweise mit der BSW kooperierte, hinterlässt eine Reihe von Reformen, die das Gesundheitssystem des Landes nachhaltig geprägt haben. Ihr Ausscheiden steht im Zusammenhang mit einer umfassenderen Regierungsumbildung nach der Bildung einer neuen Koalition aus CDU und SPD.

Müller hatte ihr Amt mit einem ehrgeizigen Programm angetreten, das sich auf Patientenversorgung, Kinderschutz und öffentliche Gesundheitsherausforderungen konzentrierte. Sie führte eine neue Förderrichtlinie für Polikliniken – spezialisierte ambulante Fachzentren – ein, um innovative, sektorenübergreifende Behandlungsansätze zu stärken. Zudem baute sie die Rolle von Kinderschutzambulanzen innerhalb des brandenburgischen Gesundheitsnetzes aus.

Während ihrer Amtszeit löste sie langjährige Konflikte zwischen Krankenkassen und Leistungserbringern, insbesondere bei der Finanzierung von Patiententransporten. Ihre Vermittlungsbemühungen trugen zur Entschärfung der Spannungen und zur Vereinfachung von Abläufen bei. Über administrative Reformen hinaus setzte sich Müller für eine bessere Unterstützung von Long-COVID- und ME/CFS-Patienten ein, leitete Impfkampagnen und initiierte Hilfsprogramme für Familien, die von Kinderarmut betroffen sind.

Trotz ihrer Erfolge hatte Müller gehofft, weitere Herausforderungen angehen zu können. Doch die jüngste Koalitionsneubildung führte zu ihrer Ablösung. René Wilke, bisher Brandenburgs Innenminister und SPD-Mitglied, übernimmt nun das Ressort für Gesundheit und Soziales.

Müllers Abgang markiert das Ende einer kurzen, aber wirkmächtigen Phase in der brandenburgischen Gesundheitspolitik. Ihre Reformen in den Bereichen Finanzierung, Kinderschutz und Patientenversorgung haben dem Gesundheitssystem des Landes neue Impulse gegeben. Mit Wilkes Ernennung beginnt unter der neuen Koalitionsregierung eine Phase des Übergangs.

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