15 May 2026, 16:10

Braunschweig leitet Untersuchung nach Winterdienst-Chaos ein

Eine Reihe von Fahrrädern, die teilweise von Schnee bedeckt sind, mit einem Baumstamm und Straße daneben.

Braunschweig leitet Untersuchung nach Winterdienst-Chaos ein

Der Stadtrat von Braunschweig hat nach den Versäumnissen beim Winterdienst eine Untersuchung eingeleitet. Nach starkem Schneefall blieben zahlreiche Straßen und Radwege tagelang ungeräumt. Den Anstoß gab ein offizieller Antrag der Fraktion DIE FRAKTION. BS, die auf anhaltende Mängel bei der Schneeräumung während der Winterstürme des vergangenen Jahres hinwies.

Die Probleme traten besonders während des Sturms Elli zutage, der die Region Anfang 2024 in Chaos stürzte. Züge fielen aus, Schulen blieben geschlossen, und Schneeverwehungen blockierten wichtige Verkehrsadern. In Braunschweig waren Straßen wie die Leonhardstraße, die Museumstraße und die Parkstraße über längere Zeit gar nicht oder nur teilweise geräumt.

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Die Schneepflug-Teams arbeiteten zwar im Dauerbetrieb, doch frisch freigeräumte Straßen waren schnell wieder zugeschneit. Bei Radwegen gab es noch größere Verzögerungen – die Stadt räumte ein, dass sie während starker Schneefälle nur alle 19 Stunden geräumt werden konnten. Kritiker warfen dem Dienstleister ALBA vor, weder über ausreichend Personal noch über die nötige Ausstattung zu verfügen, um anhaltende Winterbedingungen zu bewältigen.

Als Reaktion reichte DIE FRAKTION. BS am 18. Februar einen Antrag ein, in dem eine Überprüfung der Ressourcen und des Personals von ALBA gefordert wurde. Zudem wurde hinterfragt, wie sich die Verzögerungen auf den Mobilitätsentwicklungsplan 2035 auswirken – ein Konzept, das nachhaltigen Verkehr in der Stadt fördern soll. Nach einer Debatte stimmte der Rat schließlich für die Prüfung von Verbesserungsmöglichkeiten im Winterdienst.

Der beschlossene Antrag leitet nun eine detaillierte Überprüfung der Schneeräumung in Braunschweig ein. Die Ergebnisse könnten zu Anpassungen bei Personal, Ausstattung oder den Verträgen mit ALBA führen. Wie gut die Stadt künftig für sichere Straßen und Radwege im Winter sorgen kann, hängt von den Erkenntnissen ab.

Quelle