05 May 2026, 18:15

Brandenburgs Verkehrsminister will Alkohol in Regionalzügen verbieten lassen

Ein Schild an einer Zugtür informiert Fahrgäste darüber, dass sie im öffentlichen Verkehr eine Gesichtsbedeckung tragen müssen, andernfalls drohen Reiseverweigerung oder Bußgelder, dargestellt in einem Glasfenster.

Brandenburgs Verkehrsminister will Alkohol in Regionalzügen verbieten lassen

Brandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach setzt sich für ein Alkoholverbot in Regionalzügen ein. Er argumentiert, dass der Alkoholkonsum in Zügen die Sicherheitsprobleme verschärfe – insbesondere für Zugbegleiter, die zunehmend mit aggressiven Vorfällen konfrontiert seien.

Crumbach fordert eine ausführliche Debatte über den Alkoholkonsum in Zügen und dessen Auswirkungen auf die Sicherheit des Personals. Er verwies auf wiederholte Angriffe auf Zugbegleiter, von denen viele ohne erkennbaren Anlass erfolgten. Die Gewerkschaften EVG und GDL hatten bereits Alarm geschlagen und vor der wachsenden Gewalt gegen ihre Mitglieder gewarnt.

Ein vollständiges Verbot könnte laut Crumbach nicht alle Verbindungen betreffen. Stattdessen seien zeitliche oder streckenbezogene Einschränkungen denkbar. Der Minister betont, dass Alkohol eine zentrale Rolle bei den aktuellen Sicherheitsherausforderungen für Bahnmitarbeiter spiele.

Der Vorstoß folgt auf Warnungen der Gewerkschaften vor einer Verschärfung der Arbeitsbedingungen. Zugbegleiter berichten von einer Zunahme verbaler und körperlicher Übergriffe, die häufig mit betrunkenen Fahrgästen in Verbindung stehen. Crumbachs Plan zielt darauf ab, solche Vorfälle zu reduzieren und die Sicherheit der Beschäftigten zu erhöhen.

Das mögliche Verbot würde den Alkoholkonsum in bestimmten Regionalzügen je nach Tageszeit und Strecke einschränken. Crumbachs Initiative kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Gewerkschaften dringend besseren Schutz für Zugbegleiter fordern. Eine Entscheidung soll nach weitergehender Diskussion des Themas fallen.

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