13 March 2026, 16:10

Brandenburgs Steuerreform: Mehr Netto für 20 Millionen Bürger geplant

Ein aufgeschlagenes Buch mit handgeschriebener Schrift, wahrscheinlich ein Dokument aus der Bundesrepublik Deutschland, mit Wasserzeichen am unteren Rand.

Finanzminister schlägt Erleichterungen für Geringverdiener vor - Brandenburgs Steuerreform: Mehr Netto für 20 Millionen Bürger geplant

Brandenburgs scheidender Finanzminister Robert Crumbach hat ein Steuerkonzept vorgelegt, das niedrige und mittlere Einkommen entlasten soll. Dem Plan zufolge würden Jahresbruttoeinkommen bis zu 26.400 Euro steuerfrei bleiben – ein Vorteil für rund 20 Millionen Steuerzahler in ganz Deutschland. Crumbach schlug zudem vor, den Spitzensteuersatz zu erhöhen, um die Reform zu finanzieren. Ergänzend könnten eine Vermögenssteuer und Änderungen bei der Erbschaftsteuer eingeführt werden.

Laut dem Entwurf müssten Beschäftigte mit einem Monatsbrutto von bis zu 2.222 Euro keine Lohnsteuer mehr zahlen. Eine verheiratete Familie mit zwei Kindern und einem Jahreseinkommen von 26.400 Euro würde jährlich 4.470 Euro sparen, ein alleinerziehender Elternteil mit einem Kind 1.174 Euro. Ziel ist es, den finanziellen Abstand zwischen Grundsicherungsleistungen und dem Nettoeinkommen zu vergrößern.

Um die jährlichen Kosten des "Mehr Netto vom Brutto"-Pakets in Höhe von 37 Milliarden Euro zu decken, schlägt Crumbach vor, den Spitzensteuersatz mit einem Vermögenssteuer-Zuschlag zu kombinieren. Dadurch würde sich der Satz von derzeit 42 Prozent auf 45 bis 49 Prozent erhöhen. Weitere Mittel könnten durch die Wiedereinführung der Vermögenssteuer und eine Reform der Erbschaftsteuer aufgebracht werden.

Crumbach räumte ein, dass der Vorschlag mit der CDU, dem wahrscheinlichen Koalitionspartner in der künftigen Brandenburgischen Regierung, noch nicht erörtert wurde. Derzeit noch Finanzminister, soll er im geplanten rot-schwarzen Bündnis das Infrastrukturressort übernehmen. Seine aktuelle Position bezeichnete er als "äußerst anspruchsvoll, vielseitig – aber auch außerordentlich erfüllend".

Sollte das Steuerentlastungspaket umgesetzt werden, würde es Millionen Haushalte direkt betreffen. Die geplanten Anpassungen bei Vermögens- und Erbschaftsteuern sowie die höheren Abgaben für Spitzenverdiener sollen die Reform finanzieren. Crumbachs nächste Schritte hängen von den Verhandlungen mit der CDU in der neuen Koalition ab.

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