Brandenburgs Schulen leiden unter historischem Lehrkräftemangel – jetzt wird per Video unterrichtet
Jonas HofmannBrandenburgs Schulen leiden unter historischem Lehrkräftemangel – jetzt wird per Video unterrichtet
Brandenburg kämpft mit dem schwersten Lehrkräftemangel aller Zeiten
In der gesamten Region fehlt es an Schulen zunehmend an qualifiziertem Personal – die Behörden sehen sich gezwungen, nach neuen Lösungen zu suchen. Ein Vorschlag sieht vor, den Unterricht per Videokonferenz abzuhalten, um die Lücken im Klassenzimmer zu schließen.
Im Haushalt 2025 hat das Land 345 Vollzeitstellen für Lehrkräfte gestrichen. Dennoch plant die SPD/CDU-Koalition, 250 neue Stellen zu schaffen, um die Krise abzumildern. Doch selbst mit diesen Maßnahmen bleibt der Bedarf an Pädagoginnen und Pädagogen ungedeckt.
Um das Problem anzugehen, testet Brandenburg ein Modell für Fernunterricht: In einem Pilotprojekt unterrichtet eine Lehrkraft gleichzeitig zwei Klassen per Videoübertragung. Dafür sind Kameras, Bildschirme, eine stabile Internetverbindung und abgestimmte Stundenpläne nötig.
Neben dem digitalen Unterricht wirbt die Region Quereinsteiger an, um offene Stellen zu besetzen. Diese Bewerber verfügen oft nicht über eine klassische Lehramtsausbildung, helfen aber, die Personallücke zu überbrücken. Dennoch hält der Mangel an – viele Schulen bleiben unterbesetzt.
Eine schnelle Lösung für den Lehrkräftemangel in Brandenburg ist nicht in Sicht. Fernunterricht und Quereinsteiger bieten zwar vorübergehende Entlastung, doch eine langfristige Stabilität bleibt ungewiss. Die Schulen werden sich weiter anpassen müssen, während das Land nach dauerhaften Antworten auf die Personalnot sucht.






