Brandenburgs Schulen kämpfen mit Lehrkräftemangel und sinkenden Schülerzahlen
Clara HartmannBrandenburgs Schulen kämpfen mit Lehrkräftemangel und sinkenden Schülerzahlen
Brandenburgs Schulen stehen vor möglichen Stundenplan-Änderungen im nächsten Jahr – wegen akuten Lehrkräftemangels. Bildungsminister Gordon Hoffmann (SPD) räumte ein, dass sofortiges Handeln nötig sei, pocht aber zugleich auf langfristige Planung. Der Landtag hat nun eine Initiative zur Neugestaltung der schulischen Zukunft in der Region auf den Weg gebracht.
Mit dem beschlossenen Programm „Bildungsland Brandenburg 2035“ soll die „Schule der Zukunft“ gestaltet werden. Dies erfolgt vor dem Hintergrund stark sinkender Schülerzahlen – bereits ab 2028 werden vor allem Grundschulen mit Rückgängen rechnen müssen. An der Initiative wirken Schulen, Verbände und Bildungsexperten mit, um sowohl den Lehrkräftemangel als auch die veränderte Schülerschaft zu bewältigen.
Hoffmann will das vollständige Konzept bis Jahresende vorlegen, nachdem er sich mit allen Beteiligten abgestimmt hat. Zugleich betonte er, dass bereits vor dem nächsten Schuljahr Lösungen gefunden werden müssten. Parallel dazu plant die SPD-CDU-Koalition die Schaffung von 250 neuen Lehrstellen, um die aktuelle Personalknappheit abzumildern.
Die Opposition übt scharfe Kritik an den Plänen der Regierung. Dennis Hohloch von der AfD warf vor, das Vorhaben sei im Grunde ein Eingeständnis, dass Brandenburg noch lange kein „Bildungsland“ sei. Falk Peschel von der BSW monierte, der Plan entbehre konkreter Maßnahmen – die Zukunft der Schulen lasse sich nicht allein mit Strategiepapieren gestalten.
Ziel der Initiative ist es, sowohl die akuten als auch die langfristigen Herausforderungen im brandenburgischen Bildungssystem anzugehen. Mit den geplanten 250 neuen Lehrstellen hofft die Landesregierung, die Personaldecke zu stabilisieren. Das finale Konzept für „Bildungsland Brandenburg 2035“ soll noch in diesem Jahr vorgestellt werden.






