Brandenburgs Landtag beschließt vier Reformen in einer historischen Sitzung
Luisa HartmannBrandenburgs Landtag beschließt vier Reformen in einer historischen Sitzung
Brandenburgs Landtag verabschiedet vier große Reformen in einer Sitzung
In einer einzigen Sitzung hat der Brandenburgische Landtag vier weitreichende Gesetzesänderungen auf den Weg gebracht. Die Reformen umfassen Bereiche von Polizeibefugnissen über Wirtschaftsregularien bis hin zu Mediengesetzen. Nach Angaben der Verantwortlichen sollen die Neuerungen Verfahren vereinfachen und die Sicherheit in zentralen Bereichen stärken.
Eine der bedeutendsten Änderungen ist das neue Gesetz zur Bürokratieabbau in Brandenburg. Unternehmen müssen künftig weniger Melde- und Offenlegungspflichten erfüllen. Beglaubigte Kopien von Dokumenten sind nur noch dann vorgeschrieben, wenn sie zwingend erforderlich sind. Die Reform präzisiert zudem die Regeln zur Finanzaufsicht und führt eine Gehaltsobergrenze für Führungskräfte in öffentlichen Einrichtungen ein.
Der Landtag passte außerdem das Landespolizeigesetz an und stattete die Behörden mit erweiterten Befugnissen aus, um Bedrohungen durch Drohnen und unbemannte Geräte wirksamer zu bekämpfen. Die Sicherheitskräfte können nun direkt gegen Angriffe auf kritische Infrastruktur vorgehen. Die Maßnahme zielt darauf ab, die öffentliche Sicherheit angesichts neuer Risiken zu erhöhen.
Eine weitere zentrale Neuerung betrifft die Fraktionsregeln des Landtages. Drei ehemalige BSW-Abgeordnete – Melanie Matzies, Reinhard Simon und André von Ossowski – dürfen nun eine eigene unabhängige Gruppe bilden. Bisher hatten strengere Vorgaben dies verhindert.
Schließlich wurde der Staatsvertrag über den privaten Rundfunk aktualisiert. Die neuen Bestimmungen gestalten den rechtlichen Rahmen für die Medienanstalt Berlin-Brandenburg und private Rundfunkanbieter in der Region neu.
Die Reformen treten sofort in Kraft. Unternehmen und öffentliche Stellen müssen sich zügig anpassen. Die Polizei erhält erweiterte Möglichkeiten, drohnenbedingte Gefahren zu bekämpfen, während sich die Medienbranche auf die überarbeiteten Regularien einstellen muss. Die drei nun unabhängigen Abgeordneten können künftig als anerkannte Fraktion im Landtag agieren.






