Brandenburgs Kriminalität 2025: Weniger Diebstähle, aber mehr Gewaltverbrechen
Clara HartmannBrandenburgs Kriminalität 2025: Weniger Diebstähle, aber mehr Gewaltverbrechen
Brandenburg verzeichnet 2025 gemischtes Kriminalitätsbild
Die Kriminalitätsstatistik für Brandenburg zeigt im Jahr 2025 ein uneinheitliches Bild: Zwar gingen die Gesamtstraftaten im Vergleich zum Vorjahr um 5,7 % zurück, doch die Gewaltkriminalität stieg um 2 %. Die Polizei registrierte insgesamt 166.508 Straftaten, wobei nicht alle Deliktgruppen demselben Trend folgten.
Seit 2020 war die Kriminalitätsrate im Land kontinuierlich angestiegen – von 110.000 Fällen im Jahr 2020 auf 142.000 im Jahr 2024. 2025 zeichnete sich jedoch eine leichte Wende ab: Im Vergleich zu 2023 sank die Zahl um 2 bis 3 %. Ohne Verstöße gegen das Aufenthaltsrecht wurden 151.124 Straftaten erfasst.
Diebstahl blieb mit fast einem Drittel aller Fälle das häufigste Delikt. Insgesamt wurden 50.612 diebstahlsbezogene Vorfälle gemeldet. Gleichzeitig nahm die Gewaltkriminalität leicht zu – auf insgesamt 5.443 Fälle.
Besonders schwerwiegende Körperverletzungen verzeichneten einen deutlichen Anstieg und erreichten 3.923 Fälle. Auch Messerangriffe nahmen zu: 865 Vorfälle wurden registriert, davon endeten 25 tödlich. Trotz dieser Entwicklungen lag die Gesamtaufklärungsquote bei 57,7 %.
Die Statistik für 2025 offenbart gegenläufige Trends in Brandenburgs Kriminalitätslandschaft: Während Diebstähle und aufenthaltsrechtliche Verstöße die Fallzahlen prägten, stieg die Gewaltkriminalität – insbesondere Messerangriffe – weiter an. Nun müssen die Behörden bewerten, wie sich diese Verschiebungen auf die Polizeistrategien im kommenden Jahr auswirken.






