Brandenburgs Koalition formt Schlüsselressorts radikal um – SPD verliert Bildungsministerium
Luisa HartmannMartina Klement wird Brandenburgs CDU-Wirtschaftsministerin - Brandenburgs Koalition formt Schlüsselressorts radikal um – SPD verliert Bildungsministerium
Brandenburgs Landesregierung bildet Schlüsselministerien im Rahmen eines neuen Koalitionsvertrags um. Nach 30 Jahren gibt die SPD die Verantwortung für das Bildungsressort ab – künftig übernimmt die CDU die Leitung. Die neuen Minister sollen am Mittwoch im Landtag vereidigt werden, nachdem die offiziellen Personalien noch heute bekannt gegeben werden.
Als künftigen Bildungsminister hat die CDU Gordon Hoffmann, 47, nominiert. Der seit 2009 dem Brandenburgischen Landtag angehörende Politiker setzt sich seit Langem für Bildungspolitik ein. Seine Ernennung markiert das erste Mal seit drei Jahrzehnten, dass die SPD das Ministerium nicht mehr führt.
Jan Redmann, Landesvorsitzender der CDU, wird neuer Innenminister. Martina Klement, 45, übernimmt überraschend das Wirtschaftsressort – ungewöhnlich ist dabei ihr Werdegang in Berlin statt Brandenburg.
Klement war zuvor als CSU-Politikerin tätig und leitete von 2014 bis 2023 das Büro der CSU-Fraktionsvorsitzenden im Bundestag. Seit 2023 arbeitete sie als Berliner Staatssekretärin für Digitalisierung, wo sie Reformen wie mobile Bürgerämter, den Ausbau digitaler Dienstleistungen und flexible Personallösungen vorantrieb. Ihre Erfahrung in der Modernisierung der Verwaltung soll Brandenburgs Wirtschaftspolitik neue Impulse verleihen.
Die CDU wird die Personalentscheidungen heute offiziell verkünden. Die Vereidigung der neuen Minister erfolgt dann im Rahmen einer Zeremonie im Landtag am Mittwoch.
Die Neuverteilung der Ressorts spiegelt einen grundlegenden Wandel in Brandenburgs Koalitionsgefüge wider. Mit der CDU an der Spitze von Bildung und Wirtschaft bereitet sich die Landesregierung auf eine neue Phase der Politikumsetzung vor. Die Amtsinhaber werden ihre Arbeit unmittelbar nach der Vereidigung aufnehmen.