Brandenburgs Geburtenkrise trifft Kitas und Schulen mit voller Wucht
Jonas HofmannSinkende Geburtenraten: Minister sieht keine Bedrohung für Schulen - Brandenburgs Geburtenkrise trifft Kitas und Schulen mit voller Wucht
Brandenburg verzeichnet niedrigste Geburtenrate seit fast 30 Jahren
Im Jahr 2024 sank die Zahl der Neugeborenen in Brandenburg um 4,6 Prozent auf 15.154 – der niedrigste Stand seit 1996. Der Rückgang hat inzwischen Auswirkungen auf Kitas und Schulen in der gesamten Region.
Durch die sinkenden Geburtenzahlen mussten in Brandenburg bereits einige Kindertageseinrichtungen geschlossen werden. Zwar wurden keine konkreten Städte genannt, doch der Trend ist deutlich: Weniger Kinder bedeuten eine geringere Nachfrage. In Lübben werden aufgrund rückläufiger Anmeldungen ab 2026 die Betreuungszeiten in Kitas gekürzt.
Bildungsminister Steffen Freiberg schloss Schließungen von Schulen zumindest bis 2029 aus. Um Personalengpässe zu bewältigen, schlug er vor, arbeitslose Erzieherinnen und Erzieher für unterstützende Aufgaben an Schulen einzusetzen. Das Ziel ist es, das bestehende Personal effizienter zu nutzen, während die Kinderzahlen weiter zurückgehen.
Der Geburtenrückgang verändert das frühkindliche Bildungssystem in Brandenburg nachhaltig. Schließungen von Kitas und reduzierte Öffnungszeiten sind bereits Realität, weitere Anpassungen stehen bevor. Schulen bleiben vorerst geöffnet, doch das Personal könnte neue Aufgaben übernehmen, um sich an die sinkenden Schülerzahlen anzupassen.






