23 May 2026, 06:07

Brandenburgs Enquete-Kommission prüft Corona-Maßnahmen und ihre Folgen für Bürgerrechte

Experte: Denken Sie an Solidarität im Kampf gegen die Pandemie

Brandenburgs Enquete-Kommission prüft Corona-Maßnahmen und ihre Folgen für Bürgerrechte

Eine Enquete-Kommission des Landes Brandenburg prüft derzeit die Corona-Beschränkungen in Deutschland, um deren Auswirkungen auf die Bürgerrechte zu bewerten. Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) hat sich zu Wort gemeldet und die meisten Maßnahmen für gerechtfertigt erklärt, betont jedoch die Notwendigkeit der Verhältnismäßigkeit. Bei einer aktuellen Anhörung kritisierten Experten der Gesellschaft zudem bestimmte Regelungen, darunter Maskenpflichten und Luftfiltervorgaben.

Während der Pandemie hatte Deutschland weitreichende Einschränkungen eingeführt, darunter Schulschließungen, Lockdowns und Maskenpflicht. Viele dieser Entscheidungen trafen die Ministerpräsidentenkonferenz oder die Gesundheitsministerien – was zu öffentlichen Protesten führte. Die rechtspopulistische AfD lehnte die Maßnahmen von Anfang an kategorisch ab.

Der DGKH-Präsident Martin Exner sagte vor der Kommission aus und verteidigte grundlegende Hygienemaßnahmen wie Abstandhalten, Händewaschen und das Tragen von Masken als bewährte Instrumente im Klinikalltag. Allerdings zweifelte er die Wirksamkeit von Luftreinigern in Kitas an und warnte, dass diese nur bei korrekter Anwendung funktionieren würden.

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Das Vorstandsmitglied Peter Walger argumentierte, dass gut sitzende OP-Masken für die meisten Menschen – einschließlich medizinischen Personals – ausreichen würden, während FFP2-Masken hochriskanten Situationen vorbehalten bleiben sollten. Die 2G- und 3G-Regeln, die den Zutritt von Geimpften, Genesenen oder Getesteten abhängen ließen, bezeichnete er als „Scheinlösungen“ und verwies darauf, dass auch Geimpfte das Virus weitergeben könnten.

Für die Zukunft schlug Exner die Einrichtung einer unabhängigen Kommission für künftige Pandemien vor. Dieses Gremium sollte Fachleute, Politiker, Wirtschaftsexperten und Vertreter der Zivilgesellschaft umfassen, um ausgewogene Entscheidungen zu gewährleisten.

Ziel der Enquete-Kommission ist es, künftige Eingriffe in die Grundrechte zu begrenzen, ohne die Verhältnismäßigkeit aus den Augen zu verlieren. Ihre Empfehlungen werden maßgeblich prägen, wie Deutschland auf künftige Gesundheitskrisen reagiert. Die Stellungnahme der DGKH unterstreicht dabei die Bedeutung evidenzbasierter Politik und klarer Leitlinien – etwa zu Masken oder Luftfiltration.

Quelle