Brandenburgs CSD-Saison startet mit historischer Premiere in Schwedt/Oder
Theo MayerBrandenburgs CSD-Saison startet mit historischer Premiere in Schwedt/Oder
Brandenburgs Christopher-Street-Day-Saison mit Premiere in Schwedt/Oder gestartet
Die diesjährige Christopher-Street-Day-Saison (CSD) in Brandenburg hat mit einer Premiere begonnen: Zum ersten Mal fand in Schwedt/Oder eine solche Veranstaltung statt. Rund 100 Menschen zogen durch die Stadt, um für queere Rechte und gegen Diskriminierung zu demonstrieren. Die Kundgebungen stehen in einem Spannungsfeld, da rechtsextreme Gegenproteste gegen solche Veranstaltungen in ganz Deutschland zunehmen.
Den Auftakt der CSD-Saison in Brandenburg bildete am 12. April eine Demonstration in Angermünde mit etwa 100 Teilnehmenden. Nur kurz darauf folgte der Umzug in Schwedt/Oder – ein Novum für die Stadt. Unter den Demonstranten befand sich auch Cindy Hahn, die frauenpolitische Sprecherin der Grünen, die mit Plakaten unterwegs war, auf denen etwa ein durchgestrichenes Hakenkreuz und der Slogan "Gegen Rechts" zu sehen waren.
Während des Marsches in Schwedt zeigte eine Person den Hitlergruß, woraufhin die Polizei einschritt. Zudem verhinderten Beamte, dass vier rechtsextreme Aktivisten sich der Demonstration anschlossen. Solche Vorfälle spiegeln die bundesweit zunehmenden Konflikte wider, da rechtsextreme Gruppen bei CSD-Veranstaltungen regelmäßig Gegenproteste organisieren.
Bis September sind in Brandenburg über ein Dutzend weitere CSD-Veranstaltungen geplant. Jede von ihnen soll an die Errungenschaften der queeren Bewegung erinnern und gleichzeitig Hass und Diskriminierung entgegentreten. Der Umzug in Schwedt/Oder machte deutlich: Während die Unterstützung für queere Sichtbarkeit wächst, bleibt der Widerstand von rechts eine anhaltende Herausforderung. Dank polizeilicher Maßnahmen konnte die Veranstaltung jedoch ohne weitere Störungen stattfinden. Die Organisator:innen bereiten unterdessen weitere CSD-Kundgebungen in der Region vor.






