Brandenburgs Bevölkerung uneinig: 51 Prozent für Olympia-Bewerbung 2036
Theo MayerBrandenburgs Bevölkerung uneinig: 51 Prozent für Olympia-Bewerbung 2036
Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass eine Mehrheit der Brandenburgischen Bevölkerung hinter dem Vorhaben steht, sich um die Austragung der Olympischen Spiele 2036 zu bewerben. Die zwischen dem 18. und 22. Juni durchgeführte Erhebung erfasste die Meinungen von 1.159 wahlberechtigten Einwohnern der Region.
Die Unterstützung für die Bewerbung variiert jedoch deutlich entlang politischer Linien. Anhänger der Christlich Demokratischen Union (CDU) zeigen mit 67 Prozent die höchste Zustimmung. Auch Sympathisanten der Sozialdemokratischen Partei (SPD) und der Grünen befürworten die Bewerbung mehrheitlich – mit 63 bzw. 54 Prozent. Demgegenüber stehen nur 48 Prozent der Wähler der Linken und 46 Prozent der Anhänger der Alternative für Deutschland (AfD) dem Vorhaben positiv gegenüber.
Auch das Alter spielt eine Rolle bei der Meinungsbildung. Bei den jüngeren Einwohnern zwischen 16 und 34 Jahren liegt die Zustimmung bei 62 Prozent, während sie in der Altersgruppe über 65 Jahre auf 45 Prozent sinkt. Insgesamt bewerten 40 Prozent der Brandenburgischen Bevölkerung die Olympische Bewerbung negativ.
Berlin, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg bilden gemeinsam die regionale Bewerbungsgemeinschaft. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird am 26. September entscheiden, welcher Kandidat Deutschland im internationalen Auswahlverfahren vertreten soll.
Die Umfrage verdeutlicht klare Unterschiede in der Unterstützung, die von der politischen Ausrichtung und dem Alter abhängen. Insgesamt liegt die Zustimmung in Brandenburg bei 51 Prozent. Die anstehende Entscheidung des DOSB wird die nächsten Schritte für die Bewerbung prägen. Das regionale Bündnis zielt darauf ab, das Konzept für die Olympischen Spiele 2036 zu stärken.
