16 March 2026, 10:09

Brandenburgs Antisemitismus-Beauftragter verlässt nach jahrelangem Streit die Linke

Mann im Anzug und Krawatte steht an einem Podium mit Mikrofonen und einem Bildschirm im Hintergrund.

"Es reicht": Anti-Semitismus-Beauftragter verlässt Linke - Brandenburgs Antisemitismus-Beauftragter verlässt nach jahrelangem Streit die Linke

Andreas Büttner, der Antisemitismus-Beauftragte Brandenburgs, hat nach jahrelanger Mitgliedschaft die Linke verlassen. Sein Austritt folgt anhaltenden Streitigkeiten über den Umgang der Partei mit Antisemitismus sowie einem gegen ihn eingeleiteten Parteiausschlussverfahren.

Büttner war zuvor Mitglied der CDU und später der FDP, bevor er zur Linken wechselte. Von 2009 bis 2014 sowie erneut von 2019 bis 2024 saß er für die Partei im brandenburgischen Landtag.

Jahre lang war Büttner verbalen Angriffen und Diffamierungen durch Parteimitglieder ausgesetzt. Er kritisierte die zögerliche und unzureichende Reaktion der Linken auf diese Vorfälle. Sein drohender Ausschluss, ausgelöst durch seine öffentliche Positionierung gegen Antisemitismus, wurde als widersinnig und politisch absurd bezeichnet.

Den endgültigen Bruch löste die Ablehnung der Antisemitismus-Definition der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) durch die Partei aus. Stattdessen entschied sie sich für die Jerusalemer Erklärung zu Antisemitismus (JDA), die Büttner zufolge zentrale antisemitische Erzählmuster verharmlost. Seine Kritik an diesem Kurswechsel führte Anfang 2026 zu seinem Austritt.

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Seither verschärft die Linke ihre Haltung und wirbt in internen Veranstaltungen für die JDA. Diese Entscheidung hat innerparteiliche Konflikte ausgelöst, zum Rücktritt des eigenen Antisemitismus-Beauftragten geführt und Kritik von Seiten des Bundesbeauftragten Felix Klein hervorgerufen. Unterdessen bekräftigen SPD, Grüne und CDU weiterhin ihre Unterstützung für die IHRA-Definition.

Büttners Austritt markiert das vorläufige Ende eines langjährigen Streits innerhalb der Linken über den Umgang mit Antisemitismus. Die Partei steht nun vor anhaltenden internen Spannungen und externer Kritik an der Übernahme der JDA. Sein Schritt hinterlässt Brandenburgs Antisemitismus-Beauftragten außerhalb der Partei, die er einst vertrat.

Quelle