10 February 2026, 18:15

Brandenburg stoppt Windrad-Genehmigungen – Klimaziele in der Krise

Ein Diagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Dateninformationen bereitstellt.

SPD und CDU wollen unkontrollierte Windkraft-Ausweitung verhindern - Brandenburg stoppt Windrad-Genehmigungen – Klimaziele in der Krise

Brandenburg wird die Genehmigung neuer Windräder vorerst aussetzen, bis die Flächennutzungspläne finalisiert sind. Ein Moratoriumsgesetz, inspiriert von einem ähnlichen Schritt in Nordrhein-Westfalen, soll die Erteilung von Baugenehmigungen stoppen, während das Land seine Regelungen für Windenergie überarbeitet. Die Entscheidung fällt zu einem Zeitpunkt, an dem kein deutsches Bundesland die vom Bund vorgegebene Zielmarke von 2 Prozent der Landesfläche für Windenergie bis 2032 vollständig erreicht hat.

Die AfD drängt auf weitergehende Änderungen und fordert die Landesregierung auf, eine Reform des Bundes-Immissionsschutzgesetzes anzustreben. Ziel ist es, den Ländern mehr Entscheidungsbefugnis bei Genehmigungsverfahren zu übertragen. Gleichzeitig stellt die Partei weiterhin den wissenschaftlichen Konsens zum menschengemachten Klimawandel infrage.

Der geplante Stopp folgt auf Bedenken von SPD und CDU hinsichtlich eines unkontrollierten Ausbaus der Windkraft in Brandenburg. Ihr Vorhaben überarbeitet frühere Planungsvorgaben, die von SPD und BSW eingeführt worden waren, und zielt auf strengere Kontrollen ab. Aus rechtlichen Gründen wurden nachträgliche Regelungen aus dem ursprünglichen Entwurf gestrichen.

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Kritiker wie Redmann halten den Ansatz der AfD für fehlerhaft. Sie werfen der Partei vor, die Verantwortung unrechtmäßig auf den Bund abzuwälzen, statt sich den lokalen Planungsherausforderungen zu stellen. Die Debatte entzündet sich vor dem Hintergrund, dass die Länder Schwierigkeiten haben, ausreichend Flächen für Windenergie auszuweisen, um die nationalen Vorgaben zu erfüllen.

Trotz bundesweiter Vorgaben hat bisher kein Land die geforderte 2-Prozent-Flächenreservierung für Windkraftanlagen bis 2032 vollständig umgesetzt. Brandenburgs Pause spiegelt die grundsätzlichen Spannungen zwischen regionaler Selbstbestimmung und nationalen Klimazielen wider.

Das Moratorium wird neue Genehmigungen für Windräder so lange verzögern, bis die Flächennutzungspläne vorliegen. Sollte das Gesetz verabschiedet werden, würde sich Brandenburg damit Nordrhein-Westfalens früherer Entscheidung anschließen. Der Ausgang wird zeigen, wie die Länder den Spagat zwischen Energiewende, lokaler Kontrolle und rechtlichen Rahmenbedingungen meistern.