18 June 2026, 10:05

Brandenburg kämpft gegen hohe Dunkelziffer bei nicht angezeigten Straftaten

Brandenburg klärt dunkle Figur unbekannter Straftaten auf

Brandenburg kämpft gegen hohe Dunkelziffer bei nicht angezeigten Straftaten

Die Landesregierung Brandenburgs unternimmt Schritte, um die hohe Dunkelziffer nicht angezeigter Straftaten in der Region zu bekämpfen. Geplant ist eine stärkere Beteiligung an der bundesweiten Studie „Sicherheit und Kriminalität in Deutschland“, um belastbarere Daten zu Opfererfahrungen und Anzeigeverhalten zu gewinnen. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Bedenken hinsichtlich der Lücken in den offiziellen Kriminalstatistiken.

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Im Jahr 2025 sank die Zahl der registrierten Straftaten in Brandenburg im Vergleich zum Vorjahr um 5,7 Prozent. Insgesamt wurden 151.124 Delikte erfasst – ohne Verstöße gegen das Aufenthaltsrecht –, was den bisher niedrigsten Stand markiert. Dennoch wird längst nicht jede Straftat angezeigt, insbesondere bei Sexualdelikten oder häuslicher Gewalt.

Die Fälle von Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung stiegen deutlich an: um 18,5 Prozent auf 3.344 registrierte Vorfälle. Die Koalition will nun genauer untersuchen, warum viele solche Taten im Verborgenen bleiben. Auch Rainer Genilke, innenpolitischer Sprecher der CDU, wies auf Probleme mit Straftaten hin, die von Ausländern in dem Bundesland begangen werden.

Die AfD fordert, dass die Kriminalstatistiken künftig den Migrationshintergrund von Tätern erfassen. Die Brandenburgische Landesregierung setzt hingegen auf eine umfassendere Erforschung der Dunkelziffer, um die bestehenden Datenlücken zu schließen.

Ziel des Landes ist es, durch erweiterte Forschung ein besseres Verständnis der Kriminalitätsentwicklungen zu erlangen. Die Verantwortlichen erhoffen sich dadurch genauere Einblicke in die Erfahrungen von Opfern und die Meldemuster. Der Drang nach aussagekräftigeren Daten fällt in eine Phase schwankender Kriminalitätsraten und politischer Debatten darüber, wie diesen zu begegnen ist.

Quelle