07 February 2026, 02:14

Brandenburg an der Havel kämpft 2025 mit innovativen Umweltprojekten gegen Müll und Altlasten

Ein Haufen Müll, darunter ein Plastikbehälter und Kleidung, liegt neben einem Zaun auf dem Boden in einer Müllhalde, mit Pflanzen und Gras im Hintergrund.

Brandenburg an der Havel kämpft 2025 mit innovativen Umweltprojekten gegen Müll und Altlasten

Brandenburg an der Havel setzte 2025 zahlreiche Umwelt- und Gesundheitsinitiativen um. Im Jahr 2025 konzentrierte sich Brandenburg an der Havel auf Maßnahmen im Bereich Abfallwirtschaft, Umweltschutz und öffentliche Gesundheit – stets mit Blick auf künftige Bewertungen. Schwerpunkte lagen auf der Grundwasserüberwachung, der Bekämpfung illegaler Müllentsorgung sowie neuen Recyclingprojekten. Zu Jahresbeginn legte das Amt für Abfallwirtschaft, Bodenschutz und Grünflächen die Grundlagen für zentrale Vorhaben. In Abstimmung mit der Brandenburgischen Berufsfeuerwehr wurden Einsatzorte identifiziert, an denen Löschschaum verwendet worden war. Diese Stellen gelten nun als potenzielle Testgebiete für PFAS-Belastungen im Grundwasser. Grundwassermonitoring-Kampagnen fanden an mehreren belasteten Standorten statt, darunter das ehemalige Gaskraftwerk Kirchmöser, die Sanierungsfläche F3 am Packhof, das alte Gaswerk in der Caasmannstraße sowie das frühere PCH-Industriegelände in der Krakauer Vorstadt. Am Standort der ehemaligen chemischen Reinigungsanlage Kirchmöser wurden zusätzliche Messbrunnen eingerichtet, um die Ausbreitung chlorierter Kohlenwasserstoffe präziser zu verfolgen. Die Altlastensanierung auf dem Gelände der ehemaligen Schmierfettfabrik Am Hafen schritt ebenfalls voran: In der Sanierungszone 2 wurde die Tensidspülung abgeschlossen, und die mikrobielle Schadstoffzersetzung mithilfe von Wasserstoffperoxid begann. Zudem wurden Verträge für eine Voruntersuchung der Deponie Butterlake ausgeschrieben, doch die Gefährdungsabschätzung verschiebt sich auf 2025–2026. Illegale Müllentsorgung entwickelte sich zu einem wachsenden Problem, nachdem in Waldgebieten große Mengen entsorgter Kabelummantelungen entdeckt wurden. Die Behörden starteten einen öffentlichen Zeugenaufruf, um die Täter zu ermitteln. Gleichzeitig entstanden neue Bürgerprojekte: Auf dem Wertstoffhof in der August-Sonntag-Straße eröffnete ein "Verschenk- und Tauschmarkt", der Anwohnern die Möglichkeit bietet, gebrauchtaugliche Gegenstände auszutauschen. Nahe dem Schlosspark Plaue wurde das alte Sportfeld zu einem Straßenfußballplatz mit einem schiffsförmigen Spielgerüst umgestaltet. Zudem nahm der Biomüll-Recyclingverband Schwanebeck am 1. März den Betrieb auf: In der geschlossenen Anlage in Schwanebeck verarbeitet er seitdem Bioabfälle aus den Braunen Tonnen zu hochwertigem Kompost. Für 2025 waren keine weiteren Grundwasseruntersuchungen in Brandenburg an der Havel vorgesehen, da keine neuen Daten auf zusätzliche Belastungsrisiken hindeuteten. Fazit: Umwelt- und Gesundheitsschutz im Fokus Die Maßnahmen des Jahres 2025 zielten auf Schadstoffreduzierung, Abfallvermeidung und Bürgerbeteiligung ab. Durch Grundwasserüberwachung, Altlastensanierung und neue Recyclingangebote sollten Umwelt und öffentliche Gesundheit nachhaltig gestärkt werden. Künftige Vorhaben wie die Bewertung der Deponie Butterlake werden die Arbeit in den kommenden Jahren fortsetzen.

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