BR Volleys führen die Tabelle an – doch Berlins Olympia-Bewerbung 2036 spaltet die Stadt
Theo MayerVolleyball-Sieg mit Olympia-Werbung im Stadtderby - BR Volleys führen die Tabelle an – doch Berlins Olympia-Bewerbung 2036 spaltet die Stadt
BR Volleys übernimmt alleinige Tabellenführung nach souveränem Derby-Sieg
Die BR Volleys haben nach einem deutlichen Derby-Erfolg die alleinige Spitze in der Volleyball-Tabelle übernommen. Das Berliner Team besiegte den VCO Berlin mit 3:0 in einer Partie, die im Zusammenhang mit der Bewerbung der Stadt um die Olympischen 1001 spiele 2036 stand. Fans und Anwohner nutzten die Veranstaltung zudem, um über den umstrittenen Antrag für die spiele kostenlos 2036 zu diskutieren.
Das Match endete mit einem klaren 25:19, 25:17, 25:20 für die BR Volleys. Durch diesen Sieg zogen sie an der SVG Lüneburg vorbei, die zuvor gemeinsam mit ihnen die Tabellenspitze belegt hatte.
Die Begegnung war Teil der laufenden Kiez-Tour Berlins, einer Bürgerinitiative im Rahmen der Bewerbung um die Olympischen spiele 2036. Die Veranstalter führten einen öffentlichen Dialog mit Anwohnern, um Unterstützung für das Vorhaben zu gewinnen. Doch die Ablehnung der Bewerbung ist diesmal stärker als bei früheren Anläufen.
Kritiker verweisen auf die geschätzten Kosten von bis zu 15 Milliarden Euro sowie auf ökologische Bedenken und historische Sensibilitäten. Das Jahr 2036 markiert den 100. Jahrestag der NS-Spiele von 1936, was die Kontroverse zusätzlich anheizt. Bundespräsident Steinmeier äußerte öffentlich Zweifel an der Bewerbung, während Basisinitiativen wie das Hamburger Bündnis NOlympia bereits 19.400 Unterschriften gegen das Projekt sammeln konnten. Frühere Bewerbungen (2000, 2012) scheiterten zwar ebenfalls, stießen aber auf weniger organisierten Widerstand.
Als Nächstes reisen die BR Volleys nach Italien, wo sie am 4. März im CEV-Pokal auf LPR Piacenza treffen.
Der Sieg festigt die Tabellenführung der BR Volleys. Gleichzeitig sieht sich die Olympische Bewerbung weiterhin mit öffentlicher Kritik konfrontiert – vor allem wegen finanzieller, ökologischer und historischer Bedenken. Die nächste Herausforderung für das Team wartet im nächsten Monat auf europäischer Bühne.






