Bistum Mainz verzeichnet 87 Millionen Euro Überschuss für 2025
Das Bistum Mainz verzeichnet für das Haushaltsjahr 2025 einen deutlichen Überschuss. Die Summe beläuft sich auf 87 Millionen Euro, der vor allem auf eine einmalige bilanzielle Anpassung zurückzuführen ist. Die Kirchensteuer bleibt weiterhin die zentrale Einnahmequelle des Bistums.
Der Großteil des Überschusses in Höhe von 61,5 Millionen Euro resultiert aus der Auflösung von Rückstellungen für Pensions- und Versorgungsleistungen. Fast der gesamte Betrag – rund 85 Millionen Euro – wurde den Rücklagen des Bistums zugeführt. Verantwortliche sehen darin die Möglichkeit, die finanzielle Zukunftssicherung zu stärken.
Die Kirchensteuereinnahmen lagen 2025 bei 224,7 Millionen Euro und bilden weiterhin die wichtigste Finanzquelle. Ein leichter Anstieg der Erträge aus Kapitalertragssteuern trug zum diesjährigen Gesamtergebnis bei. Für 2026 rechnet die Finanzverwaltung mit einem moderaten Anstieg der Kirchensteuereinnahmen auf 225,7 Millionen Euro.
Langfristig erwartet das Bistum jedoch einen Rückgang der Kirchensteuereinnahmen. Gründe hierfür sind eine alternde Belegschaft, demografische Veränderungen und Austritte aus der Kirche. Als Reaktion darauf wurde ein Konsolidierungsplan erarbeitet. Dieser sieht vor, sich auf Kernaufgaben zu konzentrieren, Leistungen zu reduzieren, Immobilien zu veräußern und Fixkosten zu senken.
Ziel ist es, den Überschuss und die Rücklagen zu nutzen, um die Stabilität des Bistums für das kommende Jahrzehnt zu sichern. Durch die alternde Belegschaft werden die Personalkosten in den nächsten Jahren natürlicherweise sinken. Die Strategie soll es ermöglichen, mit schrumpfenden Einnahmen umzugehen, ohne die wesentlichen Aufgaben zu vernachlässigen.
