Bishop Ackermann fordert mehr Einsatz für die Verteidigung der Demokratie in Deutschland
Clara HartmannBischof Ackermann: Wie Demokratie verteidigt werden muss - Bishop Ackermann fordert mehr Einsatz für die Verteidigung der Demokratie in Deutschland
Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hat die Deutschen aufgefordert, eine aktivere Rolle bei der Verteidigung der Demokratie einzunehmen. In einer jüngeren Stellungnahme warnte er, dass übermäßige Empörung und spaltende Rhetorik das Land von innen heraus schwächen könnten. Seine Äußerungen betrafen auch die Bedeutung von Gemeinschaftsdienst und gesellschaftlichem Engagement insbesondere unter jungen Menschen.
Ackermann sprach sich nachdrücklich für das neu eingeführte deutsche Dienstprogramm aus. Sein Ansatz geht über die militärische Verteidigung hinaus und umfasst auch den Schutz vor Cyberangriffen und Propaganda. Der Bischof sieht darin einen Teil einer umfassenderen Strategie, um demokratische Werte sowohl nach außen als auch im Inneren zu bewahren.
Gleichzeitig lobte er den Zivil- und Freiwilligendienst als prägende Erfahrung, die oft zu Berufen im sozialen Bereich führe. Ackermann plädiert dabei für ein freiwilliges Modell statt für die von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vorgeschlagene "soziale Dienstpflicht". Er verwies auf das bestehende Engagement junger Menschen in Vereinen und Verbänden, ohne konkrete Gruppen zu nennen. In seinen Ausführungen warnte Ackermann vor hetzerischer Sprache, die die Gesellschaft spaltet und die Demokratie untergräbt. Stattdessen forderte er einen konstruktiveren und einigenderen politischen Diskurs.
Die Äußerungen des Bischofs fallen in eine Zeit, in der Deutschland darüber diskutiert, wie die Widerstandsfähigkeit der Demokratie gestärkt werden kann. Sein Fokus auf freiwilliges Engagement spiegelt einen breiteren Trend wider, Bürger stärker in die Verteidigung der gemeinsamen Werte einzubinden. Nun geht es darum, wie diese Ideen in die Praxis umgesetzt werden können.






