Bielefeld startet Kampagne "Sicher.Mobil.Leben" zum Schutz von Radfahrern und E-Scooter-Fahrern
Clara HartmannBielefeld startet Kampagne "Sicher.Mobil.Leben" zum Schutz von Radfahrern und E-Scooter-Fahrern
Die Bielefelder Polizei hat eine neue Verkehrssicherheitskampagne gestartet, die sich auf den Schutz von Radfahrern und E-Scooter-Fahrern konzentriert. Die Initiative mit dem Namen "Sicher.Mobil.Leben – Zwei Räder im Fokus" kommt zu einer Zeit, in der ungeschützte Verkehrsteilnehmer mittlerweile mehr als die Hälfte aller Verkehrsverletzungen in der Stadt ausmachen. Die Behörden werden Kontrollen und Aufklärungsmaßnahmen verstärken, um die Zahl der Unfälle mit diesen gefährdeten Gruppen zu verringern.
Im Jahr 2025 entfielen 51,3 Prozent der verkehrsbedingten Verletzungen in Bielefeld auf ungeschützte Verkehrsteilnehmer – ein Anstieg um 7,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders betroffen waren Kinder und Jugendliche, während die Zahl der E-Scooter-Unfälle bei 18- bis 24-Jährigen um 82,35 Prozent in die Höhe schnellte. Als Hauptursachen für verminderte Aufmerksamkeit und Kollisionen wurden Ablenkungen wie die Nutzung von Smartphones oder Noise-Cancelling-Kopfhörern während der Fahrt identifiziert.
Die Kampagne richtet sich sowohl an Autofahrer als auch an Zweiradnutzer. Die Polizei wird die Streifen in der Nähe von Schulen, Kindergärten und Unfallschwerpunkten zwischen 7:00 und 20:00 Uhr verstärken. Beamte werden auf die Einhaltung von Sicherheitsabständen, korrektes Abbiegen, die Ausstattung der Fahrzeuge sowie die Regelkonformität von Radfahrern und E-Scooter-Fahrern achten.
Häufig bemerken Kraftfahrer ungeschützte Verkehrsteilnehmer zu spät, was zu vermeidbaren Unfällen führt. Die Initiative zielt zudem darauf ab, alle Verkehrsteilnehmer über die Gefahren im toten Winkel und die Notwendigkeit von gegenseitiger Rücksichtnahme aufzuklären. Langfristig orientiert sich das Vorhaben an der "Vision Zero", einer Strategie, die darauf abzielt, Todesfälle und schwere Verletzungen im Straßenverkehr vollständig zu vermeiden.
Die verstärkten Kontrollen und Sensibilisierungsmaßnahmen werden das ganze Jahr über durchgeführt. Die Behörden hoffen, dass strengere Überwachung und Aufklärung die Zahl der Kollisionen mit Radfahrern und E-Scooter-Fahrern reduzieren wird. Der Erfolg der Kampagne hängt davon ab, ob Autofahrer, Zweiradnutzer und die Polizei zusammenarbeiten, um die Sicherheit für alle zu verbessern.






